Opposition lässt Sitzung platzen. Das Projekt Um- und Zubau Volksschule wurde zum Zankapfel. WIR, UI und MHUM verließen daher die Sitzung in Pillichsdorf.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 12. Mai 2020 (06:45)
Die Gemeinderatssitzung am 11. Mai dauerte in Pillichsdorf nicht lange: Das Bündnis WUM (WIR, UI, MHUM) zog mit seinen Mandataren aus und ließ die Sitzung platzen. Grund war die Unzufriedenheit mit dem Vorgehen des Bürgermeisters Erich Trenker (SPÖ) bezüglich der Volksschule.
Kobelkoff

Die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 11. Mai war eine lange: 27 Punkte umfasste sie, beschlossen wurde nicht einer. Die Oppositionsparteien WIR, UI und MHUM sahen sich „ohne jegliche Vorinformation" zur Abstimmung genötigt und verließen den Saal. Der Gemeinderat war daraufhin nicht mehr beschlussfähig.

Bürgermeister Erich Trenker (SPÖ) zeigt sich verwundert über die „entgegen seiner Erwartung" sehr kurze Sitzung: Direkt vor dieser wurde das Projekt nämlich von den beauftragten Architekten vorgestellt.  Ausgangspunkt für das Bauvorhaben ist laut Trenker eine Besprechung mit Landesvertretern, die bereits im Mai 2018 stattfand. Damals wurden die notwendigen Räume für die Schule ermittelt und festgestellt, dass ein tatsächlicher Turnsaal oder auch ein Werkraum nicht vorhanden sind.

Dem Oppositionsbündnis WUM mangelt es bei dem Projekt allerdings an Vorinformationen und Einbindung der Bevölkerung. Auch beklagen die drei Fraktionen, dass eine fundierte finanzielle Planung durchzuführen sei. Zusammen mit einer geplanten Sanierung der Wienerstraße handle es sich mit 3,5 Mio. Euro um „das größte Investitionsvolumen der letzten 50 Jahre". 

Ortschef Trenker weißt auf den Zeitdruck hin: Bis zum Schuljahr 2021/22 soll das Projekt fertiggestellt sein, da die Volksschule viele Neuzugänge erwarte. Kommendes Schuljahr müsse die Nachmittagsbetreuung aufgrund des Platzmangels bereits in Container ausgelagert werden.