Märchensommer: Der Sommer wird grün in Poysbrunn

Der Märchensommer findet nach neuen Maßstäben der Nachhaltigkeit statt.

Werner Kraus Erstellt am 14. Mai 2021 | 04:45
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Die Klimatherapeuten animieren zu klimafreundlichen und nachhaltigen Festen wie dem NÖ Märchensommer: Harriet Dechant, Maria Mangold, Nina Blum, Christoph Fälbl, Sabrina Haupt, Michael Rosenberg und Franz Vinzens.  
Foto: Werner Kraus

„Heuer wird das Projekt Green Event beim Märchensommer gestartet und im kommenden Jahr wollen wir uns dann als klimafreundliche und nachhaltige Kulturveranstaltung zertifizieren lassen“, erläutert Intendantin Nina Blum im Gespräch. Sie drehte gemeinsam mit Michael Rosenberg und Christoph Fälbl, ein Schulungsvideo für die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich, um Vereinen das Thema klimafreundliche und nachhaltige Festgestaltung zu vermitteln.

Die Klimatherapeuten Michael Rosenberg, Christoph Fälbl und Sabrina Haupt bringen zur Unterstützung ihre Erfahrungen damit ein. Derzeit wird erhoben, was beim Märchensommer bereits alles nachhaltig abläuft: „Wir hatten drei interne Sitzungen in unserem Team und ich war begeistert mit welcher Freude und Kreativität meine Kollegen mit dabei sind, um mit dem Märchensommer ein nachhaltiges Festival zu veranstalten“, sagt Blum.

„Unserer Caterer verwendet Glasflaschen und wird heuer einen eigenen Eistee produzieren.“ Nina Blum, Intendantin

Die Maßnahmen beginnen bei Kleinigkeiten, wie den Kaffeekapseln, die es auch in kompostierbarer Variante gibt. Auch Müllvermeidung ist ein Thema: „Unserer Caterer verwendet Glasflaschen und wird heuer einen eigenen Eistee produzieren“, so Intendantin Blum. Auf regionale Produkte und eine autofreie Anreise wird ebenfalls viel Wert gelegt. Dazu wird mit dem Radwerk W4 kooperiert, zudem soll ein Shuttlebus vom Bahnhof organisiert werden.

In Zukunft wird Receyclingpapier verwendet und Einladungen werden elektronisch verschickt, um Papier zu sparen. Es wird auch überlegt, Kostümelemente oder Bühnenbilder umzugestalten und wieder zu verwenden. Die Kooperationspartner sollen ermutigt werden ins Green Event einzusteigen.

„Ich habe das Gefühl, das wird eine schöne Sache, bei der wir als Künstler auch sehr viel bewegen können“, betont Nina Blum. Die Kultur habe bei der Arbeit mit Kindern eine große Verantwortung, das Thema Klimaschutz und nachhaltiges Arbeiten zu vermitteln.