Fokus auf Infrastruktur. Abwassernetz, Kanalsanierungen und Hochwasserschutz sind die größten Brocken.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 19. Januar 2019 (04:00)
zVg
Damit Hochwasser, so wie Anfang September, keine Chance mehr in Großkrut hat, sollen Auffangbecken errichtet werden. Auch dafür sind im Voranschlag 2019 Budgetmittel bereitgestellt worden

„Eine besondere Herausforderung an das Budget der Großgemeinde liegt in den kommenden Jahren darin, die hohen Ausgaben für die notwendigen Kanalsanierungen zu finanzieren. Das Abwassernetz ist zu überprüfen und auf den neuesten Stand der Umweltstandards zu bringen. Die Beschlussfassung des Budgetvoranschlages 2019 erfolgte einstimmig“, erklärt Bürgermeister Franz Schweng (ÖVP) auf Anfrage der NÖN.

Vizebürgermeister Ludwig Huber (ÖVP) freut sich, dass Arbeiten an der Kläranlage schon im Vorjahr erledigt wurden: „Die Kläranlage wurde mit der Errichtung eines Nutzwasserbrunnens auf den Stand der Technik gebracht. So sparen wir jährlich etwa 2.300 Kubikmeter Trinkwasser ein.“ Eine Anhebung der Kanalbenützungsgebühr konnte trotz Sanierungsmaßnahmen vermieden werden.

Da auch Großkrut Anfang September vom Hochwasser betroffen war, ist es notwendig, geeignete Schutzmaßnahmen durchzuführen. Daher fand eine Begehung gemeinsam mit einem Sachverständigen des Landes statt, um passende Standorte für Auffangbecken zu finden. Als erster Schritt sollen im Jänner Gespräche mit Grundeigentümern geführt werden, um mögliche Grundankäufe für den Bau der Becken zu ermöglichen.

Adaptierungsarbeiten bei Schulgebäude notwendig

Beim Schulgebäude in Ginzersdorf (zwei Volksschulklassen) sind viele Adaptierungsarbeiten notwendig. Bei der Heizung besteht Handlungsbedarf. Es sind sehr alte Gaseinzelöfen eingebaut. Für diese Geräte gibt es keine Ersatzteile mehr und sie sind natürlich auch hohe Energieverbraucher.

Im Großkruter Schulgarten wurden heuer ein Bewegungsdschungel und andere Bewegungsgeräte aufgestellt. Für nächstes Jahr ist die Umgestaltung des Innenhofes geplant. In der Poysdorfer Straße, im Bereich der Ortseinfahrt, stellt Huber weitere Maßnahmen zur Temporeduzierung in Aussicht.

2019 erfolgt auch die Fertigstellung der Gehsteige in der Bahnstraße und in Althöflein. Weiters wird die Kanalsanierung in Harrersdorf und Althöflein fortgesetzt. Nach Möglichkeit soll dabei ein Inlineverfahren verwendet werden. Dadurch sind weniger Aufgrabungsarbeiten notwendig und es können Künetten im Straßenbereich größtenteils vermieden werden.