Kreuttal

Erstellt am 12. Juni 2018, 13:43

von Michael Pfabigan

Ein Gemeindeamt zum Geburtstag. Mitten im Zentrum von Hautzendorf wurde neues Haus mit 18 Wohnungen und Nahversorger errichtet.

Eröffnung des neuen Gemeindeamtes zum 50. Geburtstag der Gemeinde Kreuttal: Vizebürgermeister Rudolf Essl, Partnergemeinde-Oberbürgermeister Manfred Porsch, die Nachbarbürgermeister Josef Zimmermann und Norbert Hendler, Wohnbauer Matthias Ludwig, Bezirkshauptfrau Gerlinde Draxler, Bürgermeister Markus Koller und Landtagsabgeordneter Kurt Hackl.  |  Rudolf Chaloupka

Gleich mehrfachen Grund zum Feiern hatte die Gemeinde Kreuttal am Wochenende: Die Gemeinde wurde vor 50 Jahren nach dem Zusammenschluss von Hautzendorf, Unterolberndorf und Hornsburg gegründet. Zum „Geburtstag“ bekam sie jetzt ein neues Gemeindeamt gleich vis-à-vis des bisherigen Gebäudes. Am Sonntag wurde das groß gefeiert.

„Dass sich die Gemeinde so gut entwickelt hat, ist das Verdienst unserer Vorgänger und von uns allen“, ist Bürgermeister Markus Koller dankbar, in der Gemeinde Kreuttal leben zu dürfen: „Wir haben eine Infrastruktur, mit der brauchen wir uns nicht verstecken“, ist er überzeugt. Denn mit dem neuen Gemeindeamt bekam die Gemeinde wieder einen Nahversorger und 18 neue Wohneinheiten. Denn das neue Gemeindeamt wurde gemeinsam mit der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Kamptal errichtet.

Dass die Gemeinde dieses Grundstück bekommen konnte, war zu einem großen Teil Glück: Der Besitzer, der eigentlich nicht an die Gemeinde verkaufen wollte, musste es nach finanziellen Problemen versteigern lassen. Die Gemeinde griff zu, als sie Finanzierung und Bebauung des Grundstückes mitten im Zentrum von Hautzendorf gesichert hatten. „Das war eine mutige Entscheidung“, sagt Koller und dankt seinem Gemeinderat für den Weitblick. Die Gesamtkosten des Projektes Gemeindeamt: 1,5 Millionen Euro, wobei das Land 400.000 Euro für den Bau und noch mal 100.000 Euro für den Nahversorger locker machte.

Für Landtagsabgeordneten Kurt Hackl stehen das Kreuttal und die gesamte Region vor großen Herausforderungen: Laut Prognosen werden sich in den nächsten 15 Jahren 80.000 Menschen im Raum nördlich von Wien ansiedeln wollen: „Da braucht es eine Politik, die den Mut hat, auch mal im Sinne der Erhaltung der dörflichen Strukturen Nein zu sagen.“

Was passiert mit dem bisherigen Gemeindeamt? Vorerst wird die Agrarbezirksbehörde für die anstehende Kommassierung einziehen. Danach soll das Gebäude abgerissen werden, der Untergrund wird auf Fundamente einer alten Bastei untersucht und Teile dieser eventuell begehbar gemacht werden.