Mistelbach sucht Quartiere, Lebensmittel und Freiwillige

Erstellt am 01. März 2022 | 16:10
Lesezeit: 3 Min
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Stadträtin Martina Pürkl, Vizebürgermeister Manfred Reiskopf, Bürgermeister Erich Stubenvoll und Stadtrat Dr. Friedrich Brandstetter setzen ein Zeichen und rufen zur Hilfe für ukrainische Flüchtlinge auf.
Foto: Stadtgemeinde Mistelbach
Die Bilder, die uns derzeit aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine täglich erreichen, erschüttern die Welt: Rauchsäulen, Schlangen vor den Bahnhöfen und kilometerweite Autokolonnen mit Menschen, die auf der Flucht sind. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer fliehen aus Angst um ihr Leben aus der Heimat und suchen verzweifelt Zuflucht. Doch wohin mit all diesen Menschen? Mistelbach setzt hier ein deutliches Zeichen und möchte helfen, weshalb die Stadtgemeinde Mistelbach dazu aufruft, den Flüchtlingen Unterkunft zu gewähren, wo dies möglich ist.

„In dieser für uns alle besonderen Zeit ersuche ich jede einzelne Mistelbacherin und jeden einzelnen Mistelbacher darum, sich solidarisch mit unseren Nachbarn zu zeigen und ihre Hilfe anzubieten. Wenn Sie eine leerstehende Wohnung haben oder ein freies Zimmer zur Verfügung stellen können, so zögern Sie bitte nicht und geben Sie es uns bekannt, damit wir in dieser schwierigen Zeit auch unseren Beitrag zur Hilfe leisten können“, appellieren Bürgermeister Erich Stubenvoll und die  Klubsprecher der Gemeinderatsparteien Vizebürgermeister Manfred Reiskopf, Martina Pürkl, Friedrich Brandstetter und  Leo Holy  alle  Mistelbacher.

Das Bürgerservice der Stadtgemeinde  nimmt sämtliche Hilfestellungen dankbar entgegen und wird diese dann an die entsprechenden Stellen seitens des Bundes und des Landes NÖ weiterleiten.

Benötigt werden genauso Hilfsmittel für den täglichen Bedarf, die in weiterer Folge auf rasche Weise den Flüchtenden zur Verfügung gestellt werden können. „Auch in diesem Fall steht das Bürgerservice  als zentrale Koordinierungsstelle gerne zur Verfügung“, so Stubenvoll.

Der  Bauhof wird  für die Sammlung von Sachspenden geöffnet: Bauhofstraße 4, 2130 Mistelbach. Wann: Mittwoch, Donnerstag und Freitag: von 8 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag: von 10 bis 16 Uhr

Was wird gebraucht?

  • Lebensmittel: Fertigsuppen, haltbare Fleischkonserven (essfertig, kalt/warm) sowie Kindernahrung (trocken)
  • Anderes: Babywindeln, Hygieneartikel (Damenbinden, Feuchttücher, Haarbürsten, Inkontinenzprodukte, Seife (fest), feuchte Servietten, Tampons, Zahnbürste, Zahnpasta etc.), Isomatten (mit Folienüberzug), warme Kleidung, Masken, Matratzen, feste Müllsäcke, Powerbanks, Rucksäcke, Schlafsäcke, Sporttaschen, tragbare Stromgeneratoren, Strümpfe, Strumpfhosen, Taschenlampen mit Akkus, Thermodecken, Thermoflaschen, Thermomatten, Thermosocken, Thermowäsche (m/w) sowie Unterwäsche für Damen und Kinder
  • Bitte sämtliche Artikel in Schachteln oder Säcken anliefern und beschriften.
  • Wer aktiv mithelfen will: Infos bei Stadträtin Martina Pürkl, Tel.: 0699/18100083
  • Eigene Plattform der Bundesbetreuungsagentur: Zudem wurde von der Bundesbetreuungsagentur (BBU) eine Plattform geschaffen, über die Privatpersonen Schlafplätze für Flüchtlinge aus der Ukraine anbieten können. Über nachbarschaftsquartier@bbu.gv.at kann man kundtun, für wie viele Menschen Platz für eine Unterkunft zur Verfügung wäre. Diese Quartierplätze gehen quasi ins normale Kontingent über. Bund und Länder verteilen die Flüchtlinge dann koordiniert.