Golfplatz in Laa in Konkurs. Seit 2014 ruhte Projekt. Jetzt wird Golfplatz-Firma per Konkurs getilgt.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 25. Mai 2019 (04:21)
Susanne Bauer
Hier sollte seit spätestens 2014 Golf gespielt werden. Aber statt des Abschlages wurde jetzt das Konkursverfahren über die Errichterfirma eröffnet.

Aus der Traum vom grenzenlosen Golfparadies in der Laaer Ebene: Die „Golf World Laa-Hevlin GmbH“ meldete Konkurs an, nachdem das Projekt seit spätestens 2014 im Bau festgefahren war und nichts mehr gegangen war.

„Letztendlich ist es an einer Haftung gescheitert, die keiner übernehmen wollte“, sagt Golf-World-Geschäftsführer Christian Muck: „Wir haben es nicht geschafft, einen Investor zu finden und die letzte Hürde zu nehmen.“ Als potenzielle Partner habe man sogar eine chinesische Delegation in Laa gehabt. „Die haben nur groß geredet, aber schlussendlich nicht investiert“, sagt Muck.

Nicht wie erwartet geflossen sind auch die Förderungen von staatlicher Seite: Eine bereits von der tschechischen Regierung versprochene Förderung wurde nach einer Wahl von der Folgeregierung als „Förderung für einen elitären Sport“ gestrichen. Von österreichischer Seite habe man erwartet, dass, wenn Fördergeldeld fließen soll, auch die Gemeinde investieren müsse. Was sie nicht tat.

Der Alpenländische Kreditorenverband AKV spricht von Gesamtforderungen von 286.700 Euro bei sechs Gläubigern, wobei die aktuellen Vermögensverhältnisse der GmbH erst geprüft werden müssten, heißt es von den Kreditschützern. „Wir haben ein paar Grundstücke, die werden im Zuge des Konkursverfahrens jetzt verkauft“, sagt Muck.

2007 gegründet

Geschädigte sind auch die Gesellschafter, die laut Angaben von Muck „600.000 bis 700.000 Euro“ investiert haben und die stillen Gesellschafter, die ebenfalls je 5.000 Euro eingezahlt hätten. „Das ist weg“, sagt Muck.

Die „Golf World Laa-Hevlin GmbH“ wurde 2007 gegründet, ab 2012 hätte der grenzüberschreitende 18-Loch-Platz mit Par 73 und 6.480 Metern Länge bespielbar sein sollen.

Das Clubhaus wäre auf österreichischer Seite gestanden, die Bahnen wären auf tschechischer Seite gewesen. „Die Verträge mit den Liegenschaftsbesitzern dort laufen noch 35 Jahre. Ich denke, mit dem Konkurs werden die auch aufgelöst“, sagt Muck.