Repressalien gegen ÖVP-Mandatare in Wolkersdorf?. Bürgermeisterin Anna Steindl gibt die Zügel noch nicht aus der Hand und sieht eine Bedrohung für ihre Mandatare.

Von Christoph Szeker. Update am 26. April 2019 (07:53)

„Man versucht, unsere Mandatare zu kaufen“, meint Anna Steindl gegenüber der NÖN, manche würden sogar beruflich „hart erpresst“ werden. Von der Gegenseite ist derweil zu hören, dass man den ÖVP-Kandidaten davon abraten möchte, ihre Gemeinderatsmandate nicht anzunehmen.

Wie berichtet lässt sich Steindl mit einem Termin für die konstituierende Gemeinderatssitzung Zeit. In der ÖVP wird zudem überlegt, eine erneute Neuwahl zu erzwingen. Der designierte Bürgermeister Dominic Litzka (Team Wolkersdorf – Die Volkspartei) warnt daher vor einem drohenden Stillstand in der Gemeinde.

Die Regenbogenkoalition könne laut Litzka mit einer anderen Einstellung zur Zusammenarbeit besser für die Wolkersdorfer arbeiten. Er ist überzeugt: „In einer Gemeinde braucht es keine Opposition, sondern Gemeinderäte, die zusammenarbeiten.“ Der ÖVP würde man die Hand reichen.

In seinen ersten Amtshandlungen möchte Litzka den „Rückstand an Beschlüssen“ aufarbeiten, die Vergaben für das Projekt Volksschule abschließen und sich einen finanziellen Überblick verschaffen. Steindl würde ihrerseits die Projekte Kindergarten Münichsthal, die Sanierung der Mauer in der Anzengruberzeile und das Thema leistbares Wohnen angehen.

Seit Donnerstag (25.4.) steht übrigens fest, dass es nun am 6. Mai eine konstituierende Sitzung geben wird.