Mistelbach

Erstellt am 03. Januar 2019, 04:50

von Michael Pfabigan

Aufschrei wird leise sein. Michael Pfabigan über Mistelbacher Baugeschichte beim Bank-Austria-Haus.

Das Wandererhaus war seit Mitte der 2000er-Jahre leer gestanden, das benachbarte Bank-Austria-Haus seit Oktober 2017. Gemeinsam war der Leerstand kein schöner Anblick im Zentrum der Stadt. Jetzt hat ein Investor beide Liegenschaften aufgekauft und will statt der beiden Häuser ein modernes Geschäftslokal mit Nahversorger errichten.

So weit, so gut. Allerdings verfügt das Bank-Austria-Haus über ein historisches Gewölbe im Erdgeschoß – eines der letzten im Zentrum, nachdem beim Neubau der Apotheke deren Rundbogengewölbe eingestürzt war.

Soll dieses Gewölbe geschützt werden? Zweifellos passt es hinsichtlich Raumhöhe und eng beisammen stehender Säulen nicht ins Konzept eines modernen Nahversorgers, ob es schützenswert ist, muss letztlich das Denkmalamt prüfen.

Fix ist aber, dass, sollte es plattgemacht werden, wieder ein Stück des historischen Mistelbach verloren gehen wird. Der Aufschrei wird trotzdem nur leise sein. Das hat sich beim Bau der Apotheke gezeigt.