Mistelbach

Erstellt am 03. Januar 2019, 01:00

von David Aichinger

Diese Situation kennt man nicht. David Aichinger über den Jahreswechsel bei den Mistelbach Mustangs.

„Die B-Liga ist eine sehr starke Liga, die Jahr für Jahr stärker wird. Da muss man sich schon auch bewusst sein, dass es ganz schnell in die Richtung Siebenter, Achter gehen kann, wenn man nicht aufpasst.“ Ganz ohne Grund hat Mistelbachs „Mr. Basketball“ Martin Weissenböck diese Worte – eine Woche nach dem Halbfinal-Aus im April – sicher nicht gewählt. Er ist Realist und die zweithöchste Liga tatsächlich sehr stark. Dass der Coach und Sportliche Leiter ahnte, wie passend seine Worte acht Monate später sein würden, darf dennoch bezweifelt werden.

Mistelbach ging nämlich in einer Lage ins neue Jahr, die man so in der neuen 2. Bundesliga nicht kennt: negative Bilanz, zehn Punkte Rückstand, Platz sieben. Man könnte argumentieren, die Basket Flames kommen im ersten Spiel 2019 sogar als Favorit nach Mistelbach. Die sind nämlich Siebenter, warfen zuletzt – nach den Mustangs in Runde eins – auch A-Ligist Traiskirchen aus dem Cup.

Grund zur Hoffnung: In der Liga hat Mistelbach zum Auftakt noch klar bei den Wienern gewonnen. Das am Samstag zu wiederholen, wäre enorm wichtig. Mit den Flames, Deutsch-Wagram und St. Pölten hat man zum Start keine leichten, aber machbare Gegner. Da braucht es Punkte. Danach kommen Jennersdorf und Mattersburg, später noch Villach. Und in einer Situation, wo du in diesen Spielen Zählbares brauchst, um nicht vielleicht sogar die Play-offs zu verpassen, willst du nicht sein.