Doch kein Wolf gesichtet? "Das ist mein Hund Nanook" . Ein Jäger glaubt am Video den verschwundenen Saarlos-Wolfhund Nanook zu erkennen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 20. Februar 2019 (05:01)
Bianca Wösenböck
Wolfhund oder Wolf: Der Kottingneusiedler Gerald Frühwirt glaubt, in den Videoaufnahmen aus Altlichtenwarth den Hund Nanook seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu erkennen.

„Das ist kein Wolf, das ist mein abgängiger Wolfhund“, sagt der Kottingneusiedler Jäger Gerald Frühwirth. Er glaubt auf dem, von zwei Altlichtenwarthern gefilmten Video, seinen Saarloos-Wolfhund Nanook zu erkennen (wir hatten über die Suche nach ihm berichtet, siehe hier und unten).

Bianca Wösenböck und ihr Freund hatten Mitte Jänner ein Tier zwischen Hausbrunn und Altlichtenwarth gefilmt, das ein Rudel Rehe gejagt hatte. Bezirksjägermeister Gottfried Klinghofer hatte schon damals darauf hingewiesen, dass das Verhalten des Wolfes nicht artgerecht sei.

In Ernstbrunn davongelaufen

Hund Nanook ist seit Mitte November abgängig, Hinweise auf sein Verbleiben gibt es bislang nicht.

„Nanook ist mit einem zweiten Hund meiner damaligen Freundin in Ernstbrunn ausgerissen“, erzählt Frühwirth. Dass der Hund aus dem Handyvideo aus Altlichtenwart Nanook sei, hält er für sehr wahrscheinlich. „Das Video ist nicht das schärfste, aber es gibt da schon eine ziemliche Ähnlichkeit“, sagt Frühwirt.

Was für ihn seine These unterstreicht: „Dort bei Altlichtenwarth gibt es keine Wölfe.“

NOEN

Hoffnungen, dass Nanook wieder zu ihm oder seiner Besitzerin zurückkehren wird, hat er aber wenig: Entweder werde er von einem Auto angefahren oder eingefangen und behalten.

Nanook ist eigentlich zutraulich: „Wenn man seinen Namen ruft, sollte er schon herkommen“, sagt Frühwirth.

Finderlohn ausgesetzt

Nanook war gemeinsam mit Huskey Jackson Mitte November verschwunden, seither läuft die Suchaktion, die viele Hundefreunde bewegt. Nanook und Jackson waren ein preisgekröntes Husky-Gespann. Beide Hunde sind gechippt, Besitzerin Sabrina Nentwig hat einen Finderlohn von 500 Euro pro Hund ausgesetzt. Die bisher eingegangenen Hinweise erwiesen sich bislang als falsch. Sie glaubt nicht daran, dass der gesichtete „Wolf“ ihr Nanook sei.

Wer Nanook sieht, solle sich einfach bei ihm melden, sagt Frühwirth: 0660 311 0339.