Bauprojekt Kirchenplatz: Bürger drängen auf Infos

Nachdem sich die Bürger von Kreuzstetten intensiv mit der Gestaltung des Kirchenplatzes auseinandergesetzt haben, möchten sie wissen, was die GEBÖS bauen will. Die Öffentlichkeit blieb zu der entsprechenden Gemeinderatssitzung aber ausgesperrt.

Erstellt am 30. November 2021 | 12:36
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Hier sollen knapp 30 Wohneinheiten von der GEBÖS errichtet werden. Bürger wollen Details zum Bauvorhaben, die gibt es aber nicht.
Foto: Michael Pfabigan

In der Vorwoche fand die von ÖVP und Grüne geforderte Sondergemeinderatssitzung zum Thema GEBÖS-Bau am Kirchenplatz statt – und wie angekündigt, blieb die Öffentlichkeit ausgesperrt und die Gemeinderäte unterlagen der Verschwiegenheit, da die Sitzung von Bürgermeister Adi Viktorik (SPÖ) als nicht öffentlich ausgeschrieben wurde. Neue Infos für die Bürger gab es daher nicht.

Mit dem Kirchenplatz hatte sich in der Vergangenheit schon der Bürgerrat auseinandergesetzt: „Die Verkehrsauswirkungen eines großen Bauprojektes waren hier Inhalt vieler Diskussionen und Überlegungen“, sagt Elisabeth Perschl, eine der drei Organisatorinnen: Empfehlung der Bürgerräte war damals gewesen, ein Gesamtkonzept vor Errichtung einzelner Gebäude zu erstellen.

Ziel der Planungen war, einen zentralen Ort von hoher Qualität für die Gemeindebürger und Gäste zu schaffen, der Nahversorger solle, wenn möglich, an der Durchzugsstraße am jetzigen Ort bleiben. Dieses Gesamtkonzept soll, so die Vorstellung der Bürgerräte, von Professionisten erstellt werden: „Erste Ideen eines solchen decken sich allerdings zu großen Teilen mit den Empfehlungen des Bürgerrates“, weiß Perschl.

Bewohner wollen Zuzug im Maße und Dorfcharakter erhalten

Auch im Sinne des Bürgerbeteiligungskonzeptes des Bürgerrates würde sich Perschl wünschen, dass die Bürger über das Projekt informiert werden und dass die Bürgerräte auch in entsprechende Beratungen eingebunden werden: „Das Wissen der Bürgerräte nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema nicht zu nutzen, wäre schade. Es würde auch dem Gedanken der Partizipation bei wichtigen Gemeindebelangen schaden“, findet Perschl.

Noch läuft übrigens die Online-Petition für eine Infoveranstaltung zum Projekt. Initiatorin Julia Georgescu: „Die läuft, bis alle Entscheidungen gefallen sind.“ Sie hofft, dass das noch sein wird bevor die Pläne zum Bau eingereicht werden. Die Bürger hätten in den vergangenen Jahren mehrmals bekundet, dass sie nur maßvollen Zuzug und den Erhalt des dörflichen Charakters haben wollen, sagt Georgescu.