Wildtier-Zuwanderer sind Einzelfälle. Wild nimmt ab Der Mensch kreuzt den Lebensraum der Tiere mit Infrastruktur und Landwirtschaft.

Von Daniel Gepp. Erstellt am 20. Februar 2019 (04:30)
zVg
Bezirksjägermeister Klinghofer sieht die „Zuwanderer“ als Einzelfälle.

„Das Wild nimmt eigentlich ab“, sagt Mistelbachs Bezirksjägermeister Gottfried Klinghofer. Nur gelegentlich kommen neue Wildtiere durch. Die Wege, die diese Tiere immer wieder passieren, nennt man in der Fachsprache „Wechsel“. Der Mensch durchschneidet diese Wege mit Infrastruktur und verkleinert den Lebensraum der Wildtiere. Zuwanderer sind eigentlich nur zufällige Einzelfälle.

„Der Elch ist sicher kein Problem“, meint Gottfried Klinghofer. Der Bezirksjägermeister kann sich an die Sichtung eines Elchs vor etwa zehn Jahren  im Weinviertel erinnern. Für die wilden Tiere gibt es einen Abschussplan: „Der Wolf ist streng geschützt“, erklärt Klinghofer. „Schießen darf man erst, wenn er zum Problemfall wird.“ Aber dafür bedarf es erst einmal eines Beweises, dass Wölfe sich tatsächlich in der Region aufhalten.

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