Stronegger Hausberg diente einst zum Schutz. Im meist flachen Weinviertel wurden Verteidigungshügel aufgeschüttet.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 22. Mai 2020 (05:34)
Der Stronegger Hausberg aus der Vogelperspektive. 
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Die Gegend ist als Ausflugsgebiet ein Geheimtipp, um sich in der Natur zu erholen: Das Weinviertel ist eine oft flache Gegend, in der es bis auf wenige Erhebungen wie Staatz und Falkenstein keine natürlich aufragenden Felsen für den Burgenbau gab. Daher wurden an vielen Orten bis ins Spätmittelalter Grabenanlagen geschaffen, Verteidigungshügel und künstliche Wallanlagen aufgeschüttet und vorwiegend in Holzbauweise errichtete Burgtürme gebaut, um Siedlungen vor feindlichen Angriffen zu schützen.

Bei Stronegg, südlich von Stronsdorf, erhebt sich ein Hausberg auf einer Gesamtfläche von 2,85 ha und ist somit eine der größten und bedeutendsten Anlagen dieser Art in Niederösterreich.

Stronegg, früher Stranekke, ist ein sehr alter Ort. Seine Geschichte ist stark mit dem Markt Stronsdorf verbunden und er war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die Gemeindefläche Stroneggs beträgt rund 3,5 km², ist mit Äckern, Weingärten und Wald bedeckt und lädt rund um den Hausberg zum Wandern oder Spazierengehen ein.

Ein Geheimtipp für Ausflüge in die Natur

Mitunter kann man dabei auch Waldtiere beobachten. Auf jeden Fall werden die Spaziergänger im eingezäunten Teil des Hausberges einer harmlosen Schaf- und Ziegenherde begegnen. Diese sorgt dafür, dass der Hausberg nicht zunehmend vergrast. Über die Geschichte von Hausbergen im Allgemeinen und des Stronegger Hausberges im Besonderen kann man sich – nach Anmeldung im Gemeindeamt – im kleinen Schauraum kundig machen.

Informationen über diesen Hausberg und die Hausberge allgemein findet man im örtlichen Schauraum.
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Ein weiteres Modell ist aktuell am Stronsdorfer Gemeindeamt zu sehen, es zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Hausberganlage mit dem Herrschaftshaus und den Bereichen für die Untertanen und das Gesinde. Bürgermeisterin Karin Gepperth freut sich, dass sich ein derartiges Natur-Schmuckkästchen in ihrem Gemeindegebiet befindet.