Einigung erzielt: Eislaufen vor dem Rathaus ab 2020. ÖVP, SPÖ und FPÖ wollen PVC-Bahn beim Prangerhansl ab 2020 ermöglichen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 27. November 2019 (04:35)
ÖVP, SPÖ und FPÖ wollen Eislaufen am Stadtplatz ermöglichen. Die Bürgerliste proLAA beharrt auf dem Standort Burghof.
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Laa soll einen Eislaufplatz bekommen, allerdings erst 2020. Das ist das Ergebnis der ersten Sitzung der Eislaufplatz-Arbeitsgruppe in der Vorwoche: Alle Fraktionen, außer der Bürgerliste proLAA, sind für einen Grundsatzbeschluss, dass in der Wintersaison 2020/21 Eislaufen am Laaer Stadtplatz möglich sein soll. proLAA will trotz Bedenken von Baumeistern eine Kunsteisbahn in der Burg.

„David Reiff hatte sich für sein Konzept des Eislaufens am Hauptplatz mit PVC-Platten einiges überlegt. Deshalb sind wir relativ rasch auf seinen Vorschlag umgeschwenkt“, sagt Finanzstadtrat Roman Frühberger (ÖVP). Reiff (SPÖ) war als Vorsitzender des Arbeitskreises mit dem Vorschlag des Eislaufens beim Prangerhansl am Stadtplatz in die Sitzung gegangen, hatte mit der Hauptplatzwirtschaft gesprochen und sich Gedanken zur Oberfläche, auf der gefahren werden soll, gemacht.

Reiffs Konzept sieht das Eislaufen auf PVC-Platten vor, während FPÖ und proLAA herkömmliche Kühlaggregate und Kunsteis vorsahen. „Wir können als Gemeinde nicht den Umstieg auf alternative Energieformen fordern und dann mit einem Eislaufplatz einen Haufen Energie verbraten“, sagt Reiff. „Unsere Platten sind 100 Prozent frei von toxischen Stoffen, brauchen keine Energie und sind wetterunabhängig.“ Im Zuge der Diskussion schwenkten auch FPÖ und ÖVP auf den Standort Hauptplatz ein, nur proLAA blieb bei ihrem eigenen Konzept des Eislaufens im Burghof mit Kunsteis.

Ergebnis des Arbeitskreises wird jetzt ein gemeinsamer Antrag von ÖVP, SPÖ und FPÖ für einen Grundsatzbeschluss sein, Eislaufen am Stadtplatz zu ermöglichen. Wie Eislaufen auf PVC funktioniert, wollen sie sich in der Praxis ansehen.

proLAA wird diesem gemeinsamen Antrag nicht zustimmen: „Für uns ist die bessere Gesamtlösung das Eislaufen in der Burg“, sagt Roland Schmid, der für die Bürgerliste in der Arbeitsgruppe sitzt. Die Position wird jetzt in der Fraktion besprochen, wiewohl das Konzept Reiffs für ihn persönlich keine schlechte Lösung wäre. Ein Umdenken bis zur Gemeinderatssitzung wäre möglich.