Ladendorf

Erstellt am 18. Mai 2018, 05:00

von Elisabeth Vyvadil

Debatte um Verkehrsschilder: Geplant oder Chaos?. Liste-NÖ-Gemeinderäte bekrittelten verspätete Aufstellung von Verkehrschildern, Bürgermeister dementiert.

Forderten Tempo 30 auf den Umleitungstraßen: Manfred Gail und Cornelia Makowsky-Egger von der Liste NÖ.  |  Elisabeth Vyvadil

„Am Montag hat sich niemand ausgekannt, was, wo und wie viel erlaubt war, zu fahren“, so Cornelia Makowsky-Egger (Liste NÖ Ladendorf) zum B40-Umleitungsstart am 7. Mai: „Die Beschilderung hat gefehlt, es war konfus.“

Auf den Umleitungsstrecken seien Lkws gefahren, Anrainer hätten sie angerufen, woraufhin sie die Missstände aufzuzeigen begannen: Geschwindigkeitsbegrenzungen waren nicht deutlich angebracht, teilweise sei es eine Herausforderung, aus dem Schilderwald richtige Schilder zu erkennen. Die kleine Fraktion forderte zudem in allen Umleitungs-Straßen eine verpflichtende Temporeduktion auf 30 km/h.

Manfred Gail: „Die Baustelle kam ja nicht überraschend“

Tags darauf bedankte die Liste sich bei Bürgermeister Thomas Ludwig (ÖVP): Nach Hinweisen der Bevölkerung und der Liste NÖ seien bei vielen Nebenstraßen Tempolimits und Fahrverbote für Kraftfahrzeuge über 7,5 Tonnen angebracht worden. Trotzdem zu langsam für die Kritiker: „Die Baustelle kam ja nicht überraschend“, so Manfred Gail (Liste NÖ), man hätte schon am Wochenende anfangen können, Schilder aufzustellen.

Und: Schon beim ersten Bauabschnitt sei die Anregung für eine 30er-Zone in der Kapellenstraße von den Liste NÖ-Gemeinderäten gekommen, der Bürgermeister habe diese dann übernommen und als seine verkauft.

Ludwig zum Vorwurf, zu langsam reagiert zu haben: „Die Schilder mussten aufgetrieben, ausgeborgt und Zug um Zug aufgestellt werden. Die ersten Stunden sei dies nicht, aber im Laufe des Dienstages passiert.“

Die Beschilderung wäre allerdings schon länger geplant, vorbereitet und in Arbeit gewesen, es hätte dafür bereits eine Verordnung und Verhandlungsschrift gegeben, wäre in einer Verkehrsverhandlung mit der Bezirkshauptmannschaft vereinbart worden. Der Sachverhalt sei am 23. März abgesprochen worden. Auch die Umleitung war bekannt. Zudem hätte man Lehren aus dem Vorjahr gezogen und Anrainer vorab informiert.

Er verstehe die Aufregung nicht, habe es, soweit in seiner Erinnerung, öffentlich kundgetan, in einem NÖN-Bericht die Lage erklärt. „Warum das plötzlich Thema ist, kann ich nicht nachvollziehen. Offensichtlich möchte Makowsky-Egger die Gemeinderatswahl einleiten.“

Zum Vorwurf, er habe die Idee bezüglich 30er-Zone gestohlen: „Das stimmt so nicht. Dass ich Ideen von Leuten abkupfere, stelle ich in Abrede.“ Er habe regelmäßig Sprechstunden, bereits vor dem Anruf von Makowsky-Egger hätten ihn Bürger auf Probleme in der Kapellenstraße angesprochen. Darauf habe er reagiert, die Geschwindigkeitsbeschränkungs-Idee selber gehabt.