Ladendorf

Erstellt am 13. Juni 2018, 04:00

von Josef Christelli

Keine Einschau in die SCL-Finanzen. Der Sportverein zahlt und die Gemeinde verzichtet auf Kontrolle der Bücher.

Das NÖN-Foto soll die wiederhergestellte Eintracht bestätigen. Obmann-Stellvertreter Friedrich Ludwig, Bürgermeister Thomas Ludwig, Obmann Othmar Matzinger, Sektionsleiter Markus Bürbaum.  |  Josef Christelli

Letzter Akt in der Tribünen-Story – große Versöhnung: Vor dem letzten Heimmatch traf Bürgermeister Thomas Ludwig mit SC Ladendorf-Obmann Othmar Matzinger und dem SCL-Vorstand zusammen. Bei einer kurzen Vorstandssitzung wurde einstimmig beschlossen, dass die Rate für die Überziehung der Baukosten (die NÖN berichtete ausführlich) bezahlt wird: „Die Überweisung dafür liegt bei mir am Tisch und wird am nächsten Werktag getätigt“, so Matzinger.

Bürgermeister Thomas Ludwig (ÖVP) ist erleichtert und alles ist wieder im Lot: „Alles klar, ich bedanke mich für das kameradschaftliche Verhältnis mit dem SC Ladendorf und freue mich auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit.“

Beide wollen wissen, was dahinter steckt: „Eine kleine Oppositionspartei wollte aus der ganzen Geschichte politisches Kleingeld machen“, so die beiden ÖVP’ler Matzinger und Ludwig. Jetzt wird es keine Einschau in die Vereinsbuchhaltung geben: „Ich werde bei der nächsten Gemeinderatssitzung über alles berichten und einen Schlussstrich ziehen“ , erklärt Ludwig.

Für den Verein war die Aktion sogar personell förderlich, weil die „Schwierigkeiten“ in die Öffentlichkeit kamen. „Wir fanden sogar neue Vorstandsmitglieder“, so Matzinger.

Pilwarsch: "Ein klares Ablenkungsmanöver"

Peter Pacal ist in den Vereinsvorstand des SC Ladendorf zurückgekehrt, sowie Roman Frühwirth, der die sportliche Leitung unterstützen wird. Auch Jugendleiter Martin Weißböck ist in die Führungsetage aufgerückt: „Auch mit allen Spielern wurde, wie geplant, abgeschlossen. Alle spielen weiter bei uns“, erklärt Matzinger.

Die Schuldzuweisung will die Opposition übrigens nicht auf sich sitzen lassen: Rainer Pilwarsch (MUT) sieht ein ÖVP-internes Problem zwischen Alt- und aktuellem Bürgermeister. „Das ist ein klares Ablenkungsmanöver von Matzinger“, zuerst habe er gejammert, dass der Verein kein Geld habe, dann seien Spieler um tausende Euro gekauft worden. „Da hat die Bevölkerung ein Recht darauf, das zu wissen“, sagt Pilwarsch.