Aufbahrungshalle: Abschied ist keine Frage des Glaubens. Das neue Gebäude nimmt Formen an: Der Rohbau wird noch im Juli stehen.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 19. Juli 2019 (04:45)
Michael Pfabigan

„Das hat der Stadt schon lange gefehlt!“, findet VP-Stadtchef Alfred Pohl. An der neuen Aufbahrungshalle beim Friedhof wird emsig gearbeitet, noch im Juli soll der Rohbau stehen. Das Besondere an diesem Projekt: Die Aufbahrungshalle steht für alle Konfessionen zu Verfügung, auch Menschen ohne Glaubensbekenntnis dürfen die neue Anlage nutzen. Damit wird allen Mistelbachern ein würdiger Abschied von verstorbenen Familienmitgliedern und Bekannten ermöglicht.

Rund 200 Quadratmeter umfasst das neue Gebäude, auch ein entsprechender Vorplatz wird angelegt. In der Halle wird es einen Verabschiedungsraum geben, der, je nach Bedarf, 42 Sitzplätze und zwischen 100 und 120 Stehplätze bieten wird. Ein neues Verkehrskonzept wird eine reibungslose Zu- und Abfahrt zu dem Gebäude ermöglichen, auch werden genügend Parkplätze zu Verfügung stehen.

Bisher wurde das sogenannte „Beinhaus“ am Kirchenberg als Aufbahrungskapelle genutzt. Die Räumlichkeiten sind jedoch eng und nicht mehr zeitgemäß. Das „Beinhaus“, das etwa im Jahr 1200 errichtet wurde, wird aber erhalten und schrittweise saniert. Und auch rund um die neue Aufbahrungshalle werden neue Bestattungs-Möglichkeiten geschaffen. „Immer mehr Menschen bevorzugen Urnenbestattungen“, weiß Pohl. Daher investiert die Stadt in einen Urnenhain nahe der entstehenden Aufbahrungshalle, der eine Beisetzung unter Bäumen ermöglicht.