Corona im Advent: Tradition trotz Lockdown

Die Weihnachtsstimmung lässt sich im Bezirk Mistelbach auch vom Corona-Virus nicht vertreiben.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:04
Lesezeit: 2 Min

Der momentane Lockdown verbietet und verhindert vieles, aber gewisse Traditionen der Weihnachtszeit leben trotzdem auf. Der Nikolausbesuch am 6. Dezember ist eine feste Tradition in der österreichischen Adventzeit. Der Nikolaus darf zwar auch während des Lockdowns kommen, aber nur unter den üblichen Sicherheitsvorkehrungen.

Franz Edlinger ist seit fast 40 Jahren als Nikolo unterwegs, solche Einschränkungen habe er in seiner Laufbahn noch nie erlebt. Üblicherweise ist er in Walterskirchen, Erdberg und Altruppersdorf unterwegs. Wie genau heuer die Nikolausbesuche aussehen werden, ist noch in Planung. In Altruppersdorf und Walterskirchen werde es im Freien unter bestimmten Auflagen stattfinden. In Erdberg gäbe es wahrscheinlich auch ein Krippenspiel.

Freude, dass überhaupt etwas sein darf

Auch vergangenes Jahr konnten die Feiern nicht wie gewohnt stattfinden. Edlinger erzählt, dass es private Zusammenkünfte mit bis zu zwei Familien - und Abstand - gegeben hätte. Das sei zwar sehr schön gewesen, Edlinger findet jedoch, dass man so viel mehr hätte machen können. Seine Idee war es, mit Pferdewägen durch den Ort zu fahren. So wäre der Nikolo da gewesen, aber das Infektionsrisiko wäre gering.

Edlinger meint, dass die Niolaus-Feiern den Kindern und auch Erwachsenen gut täten. „Das Fantastische ist das Leuchten in den Augen der Kinder. Das kann man gar nicht in Worten beschreiben“, meint der langjährige Nikolo. „Es ist nicht das gleiche wie sonst, aber es ist mehr Freude da, dass überhaupt etwas sein darf.“

Das Ziel des Nikolaus sei es, wieder mehr Vertrauen in die Gesellschaft zu bringen. In der Not und Hoffnungslosigkeit komme der Nikolo und bringe wieder mehr Freude unter die Menschen.

Eine krisensichere Methode, Weihnachtsstimmung zu verbreiten, inkludiert Schmuck und Beleuchtung. Bis weit über die Ortsgrenzen hinaus ist das weihnachtlich dekorierte und beleuchtete Weihnachtshaus der Familie Schubert in Stronsdorf bekannt.

Weihnachtshaus ist in der Region bekannt

Auch heuer wird es wieder hell beleuchtet sein und dafür wurde mithilfe von Freunden der Garten dekoriert. Seit Freitag vor dem ersten Adventwochenende kann man es täglich ab 17 Uhr bewundern. Insgesamt gibt es drei bewegliche Weihnachtsmänner und einen großen Weihnachtsmann im Garten. Neben der neuen Dachbeleuchtung kann man seit heuer auch einen leuchtenden Herzerlbaum und einen selbst gebauten Weihnachtskamin am Areal von Familie Schubert, in der Nähe des Stronsdorfer Sportplatzes, bewundern.

„Für Samstag, 18. Dezember, haben wir bereits ab 18 Uhr den Besuch des Weihnachtsmannes und des Christkindes geplant. An diesem Tag und am Sonntag, den 19. Dezember ab 17 Uhr wird es auch Punsch, Glühwein, und Kinderpunsch geben“, erzählen Andreas und Katalin Schubert, die damit die amerikanische und die österreichische (Vor)-Weihnachtstradition gemeinsam hochleben lassen.

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