Mädchenehre mit Messer eingefordert. Ungebührliche Worte über Weinviertlerin ließen Verliebten (19) zum verbalen Rambo werden.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 04. Januar 2019 (04:00)
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Symbolbild

„Für die Herzensdame einzutreten, ist ja löblich, aber Sie haben die Grenzen des Erlaubten mit der angedeuteten Geste des Gurgeldurchschneidens überschritten“, meinte der Richter zum Beschuldigten (19) aus dem Weinviertel.

Das sei doch gar kein Messer gewesen. Er habe nur einen Schlüsselbund in der Hand gehalten, beteuerte der 19-Jährige und erging sich in Erklärungen:

„Ich wollte doch nur, dass er mich ernst nimmt und es unterlässt, so schlecht über die Janine zu reden. Er ist der ehemalige Freund von Janine und glaubt, er kann sich alles erlauben. Aber das geht nicht. Als wir uns dann zufällig in Mistelbach getroffen haben, und er wieder blöd dahergeredet hat, ist es mit mir durchgegangen“, schilderte der 19-Jährige und räumte ein: „Ja, ich wollte ihn schon einschüchtern und verängstigen, deshalb habe ich symbolisch angedeutet, ihm die Gurgel durchzuschneiden.“

Beschuldigter: „Hätte ich nicht sagen sollen“

Der Beschuldigte sah letztlich ein, einen Fehler begangen zu haben: „Das hätte ich nicht machen dürfen.“

„Zur Rede stellen, ja, aber die Wahl der Worte ist entscheidend“, kommentierte der Richter und verhängte über den einsichtigen und bislang unbescholtenen 19-jährigen Burschen eine viermonatige Bewährungsstrafe.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.