Marktgarten hilft bei Vermarktung. Landwirtschaftliche Fachschule in Mistelbach erprobt neue Anbauform von Gemüse.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 31. Juli 2021 (04:02)
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Direktorin Veronika Schreder, Obst- und Gemüsebauverantwortlicher Mathias Schimmer, Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landtagsabgeordneter Manfred Schulz.
Jürgen Mück

Das Konzept des sogenannten „Marktgartens“ bzw. „Market Garden“ erfreut sich immer größeren Zuspruchs, weil auf kleinem Raum auf Dauerbeeten ein ökologischer Gemüsebau möglich ist. Geringe Investitionskosten sorgen zudem noch für die ökonomische Rentabilität. Diese Form der kleinstrukturierten Landwirtschaft wird seit diesem Jahr an der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Mistelbach erprobt.

„Mit dem Modell des ‚Marktgartens‘ eröffnen sich vor allem für die Direktvermarktung praktikable Perspektiven. Aufgrund des geringen Finanzbedarfs ist diese nachhaltige und ressourcenschonende Alternative im Gemüsebau besonders für junge Menschen interessant“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Damit wird eine saisonale Gemüsevielfalt geboten, bei deren Produktion die Umwelt geschont wird.“

„Die Schüler lernen mit dem ‚Marktgarten‘ eine innovative Bewirtschaftungsform kennen, mit der das ganze Jahr hindurch Gemüse produziert werden kann. Denn hier kultivieren wir auch frosthartes Wintergemüse“, weiß Direktorin Veronika Schreder. „Die Vermarktung erfolgt über den Hofladen am Schulstandort - lange Transportwege werden somit vermieden. Ein Teil des Gemüses findet auch in der Schulküche Verwendung“, so Schreder.

Das Gemüsesortiment besteht derzeit aus Salaten, Paradeisern, Paprika, Grünkohl, Rot- und Weißkraut sowie diversen Wintergemüsen. Im „Marktgarten“ stehen die Pflanzen in viel engeren Abständen, als etwa im Hausgarten oder beim konventionellen Gemüsebau. Damit ist der Boden dauerhaft beschattet und er wird auch nicht umgegraben, was den Unkrautdruck deutlich verringert.