Mistelbach

Erstellt am 19. September 2018, 05:00

von Christina Ott

Maskenball als neue Faschingsattraktion?. Der Tourismusverein plant, den Fasching in Mistelbach mit einem traditionellen Tanzball nach Wiener Art zu beleben.

2015 wurde der Fasching in Mistelbach noch bunt und groß gefeiert, danach herrschte Flaute. Nun soll das Narrenfest mit einem klassischen Maskenball wiederbelebt werden.  |  Pfabigan

In den letzten Jahren war in der Stadt von Faschingsstimmung nur sehr wenig zu spüren - doch das soll sich nun wieder ändern.

„Vor einigen Jahren gab es in Mistelbach im Fasching noch zahlreiche Feste, die immer sehr gut besucht waren. Es ist schade, dass es so etwas nicht mehr gibt“, so Gernot Wiesinger vom Tourismusverein, der dem Fasching gemeinsam mit der Stadtgemeinde und dem Stadtmarketing wieder neues Leben einhauchen möchte.

Konkret ist ein traditioneller Kostümball nach Wiener Art (auch Redoute genannt) geplant, bei dem man sich maskieren kann. Location dafür wird der Stadtsaal sein, stattfinden soll das Fest am Faschingssamstag.

Neben einer opulenten Eröffnungsfeier mit klassischen Wiener Operetten, soll es auch ein Jungdamen- und Jungherrenkomitee sowie eine Quadrille geben. Ein Highlight werden die Tanzkarten sein: (Single)-Damen können damit zu einem Partner ihrer Wahl gehen und ihn damit zum Tanz auffordern. „Quasi eine analoge Datingplattform“, lacht Wiesinger.

„Man sollte die Kultur der traditionellen Tanzfeste nicht einfach sterben lassen!“Gernot Wiesinger, Organisator der Mistelbacher Redoute

Darüber hinaus sind aber auch Kooperationen mit diversen Bekleidungsgeschäften und Gastronomen in Form von preislichen Vergünstigungen und Aktionen geplant. Vor dem Ballbesuch können die Gäste in den Lokalen entspannt essen gehen, überlegt wird auch ein Shuttle-Service.

Beim Ball selbst werden dann nur Kleinigkeiten, wie etwa Sacherwürstel, angeboten.

Warum ist die Wahl auf einen Maskenball gefallen? „Man sollte die Kultur der traditionellen Tanzfeste nicht einfach sterben lassen“, findet Ballorganisator Wiesinger. Gerade auch für die junge Generation könne es interessant sein, diese Art der Veranstaltung kennenzulernen.

Wie sonst bei den Schulbällen üblich, wird es daher speziell für die jüngeren Besucher auch eine Disco geben. Eine weitere Attraktion ist die Flanierkarte: Mit dieser vergünstigten Karte - eine normale Eintrittskarte wird rund 37 Euro kosten - hat man ab 22 Uhr Zutritt und kann sich dann (ohne Sitzplatz) ins Ballgeschehen stürzen.

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