Medizinische Hilfe für die Massai. Silvia Denner und Stefan Heidler arbeiteten im Urlaub in einem kleinen Krankenhaus in der afrikanischen Savanne.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 22. Februar 2020 (03:23)
Diplomkrankenschwester Silvia Denner (Zentral-OP) und Urologie-Oberarzt Stefan Heidler (Mitte) in der traditionellen Kleidung der Massai mit dem Ärztlichen Direktor Christian Cebulla, der Kaufmännischen Direktorin Jutta Stöger und Pflegedirektor Josef L. Strobl.
Landesklinikum Mistelbach

„Vor allem die tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit der Menschen in Tansania bewegten mich sehr und ließen mich so manche Dinge in einem neuen Blickwinkel betrachten!“, sagt Diplomkrankenschwester Silvia Denner.

Sie und Oberarzt Stefan Heidler von der Urologischen Abteilung agieren in einem der ärmsten Gebiete der Welt: Seit 1960 helfen Österreicher in einem kleinen Krankenhaus nahe der Serengeti in Tansania, das der österreichische Arzt und Priester Herbert Watschinger gegründet hat. Heuer wurde das Team vor Ort von den beiden Mitarbeitern des Landesklinikums Mistelbach verstärkt. Sie nutzten ihren Urlaub, um unter schwierigen Bedingungen eine qualitativ hochwertige Versorgung der lokalen Bevölkerung sicherzustellen.

Für den Urologen war es bereits der zweite Einsatz in der afrikanischen Savanne. Ihn begleiteten auch seine Frau, Unfallchirurgin Barbara Curda, und ihre beiden Kinder.

Das Volk der Massai lebt nach wie vor halbnomadisch und in großer Armut, neben Unterernährung und Krankheiten durch Mangelernährung sind schwere Unfälle an der Tagesordnung. Die hygienischen Bedingungen sind sehr schlecht, schwere Infekte zählen zu den häufigsten Problemen. Eine moderne medizinische Versorgung kann derzeit nur mit ausländischer Hilfe sichergestellt werden.

Das insgesamt neunköpfige Team im örtlichen Krankenhaus versorgte nicht nur kleine und große Patienten vor Ort, sondern gab auch Wissen an die einheimischen Ärzte weiter.

Heidler und Denner sind sich einig: „Wir konnten aus Tansania viele wertvolle Erfahrungen mit nach Hause nehmen und wollen auch in Zukunft mithelfen, die medizinische Versorgung der Massai zu verbessern.“

Stolz auf den Einsatz ihrer Mitarbeiter zeigte sich auch die Kollegiale Führung. Auch der Betriebsrat half mit einer Spende von 500 Euro mit, die für Medikamente und medizinische Ausrüstung im Krankenhaus in Tansania verwendet wurden.