Nahversorger statt Leerstand: Häuser vor Abriss. Investor kaufte Wanderer- und Bank-Austria- Häuser und will sie durch Neubau ersetzen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 03. Januar 2019 (04:50)
Michael Pfabigan
Ein neuer Investor will statt dem Wanderer- und Bank-Austria-Haus einBürogebäude mit Nahversorger im Erdgeschoß errichten.

„Geschäftsschließungen sind immer schmerzhaft“, weiß Citymanager Manuel Bures. Seit Weihnachten hat das „s‘Lenz“ nach gescheitertem Konkurs am Hauptplatz geschlossen und Juwelier Zahradnik in der Hafnerstraße tritt seinen Ruhestand an. Und Haustechnik-Spezialist Forschner sperrt seinen Schauraum an der Frohnerkreuzung.

Josef Schimmer
Citymanager Manuel Bures (kleines Bild) sieht positive wirtschaftliche Signale am Hauptplatz.

„Auf das Schließungsszenario beim „s‘Lenz“ habe ich mich schon seit dem Sommer vorbereitet. Hier haben bereits Besichtigungen stattgefunden und ich bin sehr zuversichtlich, dass sehr bald ein toller Wirt präsentiert werden kann“, sagt Bures.

2019 soll sich einiges am Hauptplatz verändern: Der Gemeinderat beschloss jüngst die Verlegung des Busknotens vom Stadtzentrum zum Hauptbahnhof. Bures sieht hier eine der Herausforderungen für die nächste Zukunft: „Die Neugestaltung des mittleren Teiles des Hauptplatzes und den einen oder anderen Neu- oder Sanierungsbau im Zentrum.“ In die Planungen sollen Bevölkerung, Politik und Wirtschaft eingebunden werden, Bures selbst sieht sich als Mittler zwischen den Interessen.

Neue Besitzer für Wanderer- und ehemaliges Bank-Austria-Haus

Einen neuen, gemeinsamen Besitzer haben seit Kurzem das Wanderer-Haus und das ehemalige Bank-Austria-Haus. „Die Gerüchte kann ich bestätigen“, so Bures zu den Plänen eines finanzstarken Investors, den Bestand abzureißen und ein Neubauprojekt umzusetzen.

„Zu den Details und Plänen kann ich aus heutiger Sicht noch nichts sagen. Es gibt aber den konkreten Wunsch der Stadt, hier unter anderem einen Nahversorger in einer zeitgemäßen Geschäftsfläche im Erdgeschoss anzusiedeln.“ Hierfür gebe es Gespräche des Investors mit einem namhaften Nahversorger. Bisherige Gespräche mit Lebensmittelketten über einen Standort im Zentrum scheiterten immer an der Lokalität.

Die bestehenden Leerstände hatten entweder keine passende Raumhöhe, störende Säulen oder waren zu klein.