Neue Geschäfte: Lichtquelle geht, Süßes kommt

Brigitte Harrach schließt ihr Geschäft Lichtquelle in Mistelbach, lokmacho kommt, Zielpunkt baut um.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 05:01
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Bewegung am Hauptplatz: Der Zielpunkt wird umgebaut, in die ehemalige Fleischerei Wild/Hofmann zieht Süßes ein und beim Bank Austria-Haus (re.) gibt es mittlerweile einen Einreichplan.
Foto: Michael Pfabigan

Durch den Lockdown schneller als geplant, gestaltet sich der Abschied von Brigitte Harrach und ihrer Lichtquelle aus Mistelbach: Nach 25 Jahren Selbstständigkeit am Mistelbacher Hauptplatz verlegt sie ihr Geschäft in ihr Haus nach Wildendürnbach.

Was mit der ehemaligen dm-Filiale passieren wird, ist weiter fraglich: „Verhandlungen laufen“, weiß Citymanager Manuel Bures. Einen Interessenten soll es geben, der soll aber nicht die für das Zentrum erwünschte Nahversorger-Aufgaben übernehmen können.

Fix ist, dass im ehemaligen Fleischerei Wild/Hofmann-Lokal am südlichen Ende des Hauptplatzes „lokmacho creamery“ einziehen wird: In der Filiale soll es bald Churros mit Belgischer Schokolade und bayrische Sahne geben, einen konkreten Eröffnungstermin gibt es aber noch nicht.

Fix ist auch, dass im ehemaligen Zielpunkt-Lokal jetzt mit den Umbauarbeiten begonnen wurde: Das Lokal hat derzeit noch ungünstig platzierte Dachträger und stellenweise ein zu tiefes Deckenniveau, was bisher potenzielle Interessenten abgeschreckt hat.

Stichwort Bank-Austria-Haus : Hier dürfte es endlich einen Einreichplan für das geplante Gebäude am Areal geben. CPI Immobilien will hier statt des Geburtshauses von Sezessions-Mitgründer Wilhelm Bernatzik 73 Wohnungen, Räumlichkeiten für eine Gemeinschaftspraxis für mehrere Ärzte, Geschäftslokale und eine Tiefgarage mit 37 Stellplätzen errichten. CPI-Immobilien geht hier von Investitionskosten von 19 Mio. Euro aus, fertig soll es spätestens Ende 2024 sein. Wird es einen Nahversorger im Erdgeschoß des neuen Gebäudes geben? Bisher winkten alle Anbieter ab, zuletzt Spar nach entsprechender Anfrage der NÖN.

Manche Leerstände im Zentrum sind hingegen wegen Widerständen der Hausbesitzer unvermittelbar: „Wir haben eh nicht so viele Flächen im Zentrum. Da tut jeder Leerstand weh“, sagt Citymanager Manuel Bures, der schon aus dieser Sicht nicht versteht, wenn Immobilienbesitzer trotz interessierten Firmen im Zentrum ihre leeren Geschäftslokale nicht vermieten wollen: „Eine Leerstandsabgabe in strategischen Bereichen der Stadt könnte da vielleicht helfen“, meint Bures.