„Programmkino ist Mammut-Aufgabe“

Kino-Verein film.kunst.kino in Mistelbach bekam den Anerkennungs-Kulturpreis des Landes.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 05:33
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Herbert Marko und Manfred Asperger
Herbert Marko und Manfred Asperger im Krone-Kino in Mistelbach
Foto: Stefan Sappert

“Natürlich ist dieser Würdigungspreis ein Zeichen von Anerkennung - sozusagen für ein Lebenswerk, und man fühlt sich geehrt“, schwärmt Herbert Marko vom Verein film.kunst.kino.

Doch das Betreiben des Programmkinos sei in Zeiten wie diesen auch sehr fordernd - bei wechselnden Vorgaben und Präventionskonzepten für die aktuelle Situation.

Und diese kämen noch zusätzlich zur Mammutaufgabe, das Kino in Mistelbach vor dem Zusperren zu retten. „Da ist dieser Preis vom Land NÖ sehr willkommen. Wir haben bis zum letzten Tag gespielt“, so Marko, der den Anerkennungspreis in der Sparte Medienkunst und Subsparte Kinoinitiativen erfreut entgegengenommen hat. Das Bestehen des Kinos wird zukünftig von einem Mainstream-Betreiber unterstützt werden, denn der kleine Kulturverein hätte es wahrscheinlich alleine langfristig nicht geschafft.

„Wenn wieder aufgesperrt wird, möchten wir fünf Mal im Monat spielen, wobei auf den Dienstag der klassische Spieltag für das Stammpublikum fallen wird. Und an einen Sonntag im Monat wollen wir einen wertvollen Kinderfilm mit Tiefgang zeigen.“

Ein Film im Kino, gezeigt auf großer Leinwand, wo alle Emotionen verstärkt werden und der Gemeinschaftssinn präsent ist, wäre laut Marko nicht mit einem Film von den Streaminganbietern zu vergleichen. Und das mache den Reiz des Kinos weiter aus, sind die beiden Cineasten überzeugt.