VKKJ: Mehr Platz für Therapien. Seit Herbst haben Kunden und Therapeuten des VKKJ ein modernes Ambulatorium. Jetzt gab es den Festakt dazu.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 15. Mai 2019 (03:00)

In Betrieb ist das neue Ambulatorium des VKKJ (Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugendliche) in der Andreas Schreiber-Gasse bereits seit dem Herbst des Vorjahres, offiziell eröffnet wurde es am 8. Mai.

Den 600 Kindern und Jugendlichen, die jährlich im Ambulatorium versorgt werden, den 29 Mitarbeitern und Therapiehund Charly steht jetzt ein modernes, barrierefreies Haus zur Verfügung, das hell und freundlich ist und alle Stückerl spielt. Großer Wert wurde beim Bau auf Nachhaltigkeit gelegt, das Haus wurde in Holzbauweise errichtet.

„Wieder ein Edelstein auf der Perlenkette der Gesundheitsversorgung in Mistelbach“, freut sich Bürgermeister Alfred Pohl. Mistelbach definiere sich ja als der Standort für Gesundheitsversorgung in der Region, Nationalrätin Melanie Erasim dankte dem Team für ihren Einsatz und das eingesetzte Herzblut. Landtagspräsident Karl Wilfing dankte dem Verein VKKJ dafür, dass er die Angebote des Ambulatoriums an einem Ort gebündelt und aufeinander abgestimmt anbietet. Dass private Vereine derartige Aufgaben übernehmen, die dann von der Krankenkasse mitfinanziert werden, sei ein erfolgreiches Modell.

„Wieder ein Edelstein auf der Perlenkette der Gesundheitsversorgung in Mistelbach“Bürgermeister Alfred Pohl

Der VKKJ betreibt seit 28 Jahren ein Ambulatorium in Mistelbach, allerdings wurde der Platz in der Pater Helde-Straße bald zu klein. Bei der 20-Jahr-Feier sang der Mitarbeiterchor den Festgästen und Vereins-Chefs ihre Kritik in charmanter und musikalischer Form vor.

Die Wünsche wurden gehört, der VKKJ begab sich auf Herbergsuche in Mistelbach, da Umbauten am bestehenden Objekt teuer und Erweiterungen unmöglich waren. „Es hat eine Zeit gedauert, bis wir dieses Grundstück gefunden haben“, erzählt Geschäftsführer Andreas Steuer. „Mein erster Eindruck vom neuen Haus war: Schaut gar nicht aus, wie ein Ambulatorium“, findet VKKJ-Obmann Stefan Stadler.

Den Therapeuten und Kunden des Ambulatoriums stehen jetzt 900 Quadratmeter barrierefreier Raum für Entwicklungsneurologie und Sozialpädiatrie zur Verfügung. „Säuglinge, Kinder und Jugendliche des Weinviertels mit neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen bekommen hier eine umfassende Entwicklungsdiagnostik und werden bestmöglich gefördert“, sagt die ärztliche Leiterin des Ambulatoriums Barbara Bernhardt, die seit Herbst das neue Haus leitet.

Und der Mitarbeiterchor? Er besang die Erlebnisse rund um die Übersiedelung in ein neues Haus, das noch ein wenig seine Macken hat, die erst im laufenden Betrieb behoben werden können.