Warten auf OK der Gemeinden für Rotkreuz-Bezirksstelle. 26 Kommunen müssen der Finanzierung der neuen Bezirkszentrale zustimmen. Baubeginn soll 2020 sein.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 25. April 2019 (04:59)
M. Pfabigan
Hier, neben der bisherigen Rotkreuz-Bezirksstelle und vor dem Landesklinikum, soll die neue Bezirksstelle errichtet werden. Am Areal der bisherigen würden dann ebenfalls notwendige Parkflächen entstehen.

Es ist fix: Ab 2020 soll in 18 Monaten Bauzeit eine neue Bezirkszentrale für das Rote Kreuz in Mistelbach entstehen. Standort: direkt neben der jetzigen Bezirksstelle in der Liechtensteinstraße.

„Wir haben eine zweieinhalbjährige Planungsphase hinter uns. Ich denke, uns ist ein guter Wurf gelungen“, bestätigt Bezirksstellenleiter Clemens Hickl: „Zukunftsorientiert das Nötige und nicht überzogen.“ In die Pläne seien die Vorschläge und Ideen der Mannschaft eingeflossen.

Warum braucht das Rote Kreuz einen Neubau der Bezirksstelle? „Der Bestand ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Hickl: Für die Rettungsautos gebe es zu wenige Garagenplätze, die seien zudem nicht klimatisiert: „Wir haben Medikamente und medizinische Ausrüstung in den Autos, die eine konstante Temperatur brauchen“, sagt Hickl. Zudem gebe es zwar viele Schlafräume für die Bereitschaftsdienste, aber die seien nicht mehr zeitgemäß: „Unsere Studenten finden dort nicht einmal einen Schreibtisch zum Lernen drinnen“, sagt der Bezirksstellenleiter.

"Gemeinden sind am Zug"

Außerdem gibt es zu wenig Lehrsäle und zu wenig Büroflächen. „Und dann ist das alles nicht klimatisiert, die Fluchtwege passen nicht mehr und die ganze Zentrale ist nicht behindertengerecht. Da hätten wir ohnehin umbauen müssen“, schließt Hickl seine Begründung ab. Gebaut wird um 6,2 Mio. Euro am Nachbargrundstück, die Kosten teilen sich das Rote Kreuz (3,9 Mio. Euro), das Land und die 26 Gemeinden des RK-Bezirks (je 1,2 Mio. Euro).

„Jetzt sind die Gemeinden am Zug“, sagt Hickl. Denn jeder der Gemeinderäte muss der Investition zustimmen. Tut das ein Gemeinderat nicht, muss der Landesverband mit der Kommune reden. Denn schließlich sind die Gemeinden für die Finanzierung des Krankentransportes verantwortlich, heißt es aus dem Roten Kreuz.

Gezahlt werden muss aber erst nach Fertigstellung des Hauses und das auf fünf Jahre verteilt. Damit trotzdem gebaut werden kann, nimmt das Rote Kreuz einen entsprechenden Kredit auf und streckt das Geld vor.

„Stimmen nicht alle Gemeinderäte bis Sommer zu, wird es mit dem Zeitplan schwierig“, sagt Hickl. Denn: Verzögert sich der Bau, werden auch die Baukosten steigen.