Zwei Brände im selben Grätzel: Kein Feuerteufel am Werk. Polizei ermittelte und entwarnt: Beide Einsätze hatten „normale“ Ursachen, kein Zusammenhang.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Juni 2019 (17:25)
FF Mistelbach
Brandeinsatz 1: Ein Komposthaufen dürfte zuerst einen Baum und dann den Zaun entzündet haben, die FF Mistelbach löschte beide Feuer rasch. Die Polizei schließt Brandstiftung in beiden Fällen aus.

Zu zwei Bränden innerhalb von drei Tagen musste die FF Mistelbach in das selbe Grätzel der Stadt ausrücken: Am 14. Juni um Mitternacht brannte der Dachstuhl eines Verschlages beim Jugendheim in der Grünen Straße, am 17. Juni begann in den Morgenstunden ein Zaun in der Winzerschulgasse zu brennen.

Zur Brandermittlung wurde in beiden Fällen die Polizei beigezogen. Angst vor einem Feuerteufel müssen die Mistelbacher trotzdem nicht haben, beruhigen die Ermittler: Beim Zaunbrand dürfte es sich um die Selbstentzündung eines Komposthaufens handeln, wobei die Flammen auf einen Baum und dann auf den Zaun übergegriffen haben.

FF Mistelbach
Brandeinsatz 1: Beim Jugendheim in der Grünen Straße begann ein Müllcontainer zu brennen und entzündete das Dach darüber.

Beim für die Feuerwehren technisch aufwendigen Brand beim Jugendheim begann ein Müllbehälter zu brennen, die Flammen griffen dann auf den Dachstuhl über. Die FF Mistelbach bekämpfte das Feuer nicht nur vom Boden aus, sondern auch von oben. Dafür musste zuerst ein Loch in das Dach geflext werden, berichtete ein FF-Mann. Erst dann konnten die Flammen von beiden Seiten gekämpft werden.

„Neben der ohnehin warmen Außentemperatur machte vor allem die Hitze durch den Brand diese Tätigkeit äußerst kräfteraubend und anstrengend“, so der Feuerwehrmann über den extrem fordernden Einsatz der Atemschutzträger, die an ihre körperlichen Grenzen stießen.