Freude über neues Jugendheim in Paasdorf. Nach 18 Monaten Bauzeit darf sich die Dorfjugend über Räumlichkeiten am Kellerrundplatz freuen.

Von Carmen Gmeinböck. Erstellt am 03. Dezember 2020 (04:26)
Stolz präsentiert die Paasdorfer Jugend ihr neues Jugendheim. Eigentlich hätte es im Herbst offiziell eröffnet und der Bevölkerung präsentiert werden sollen – das fällt allerdings coronabedingt ins Wasser. Das Bild entstand, als die Coronasituation noch entspannter war.
Jugend Paasdorf

„Es begann mit der Idee, eine permanente Lösung für das Treffen der Jugend in unserem Ort zu schaffen. Der Jugendkeller, der für die jungen Leute seit fast zwei Jahrzehnten als Treffpunkt fungiert hatte, hatte ausgedient“, erinnert sich Paul Seltenhammer. Er vertritt die Jugend Paasdorf, die mit der Bauleitung, Planung und Einreichung betraut war.

In das Projekt steckte er sein ganzes Engagement und Herzblut, ist er ja als Student des Bauingenieurswesens an der TU Wien dem Thema nicht ganz fremd.

„Es begann mit der Idee, eine permanente Lösung für das Treffen der Jugend in unserem Ort zu schaffen.“ Paul Seltenhammer, Obmann Jugend Paasdorf

Schon 2015 hatte der damalige Obmann Günther Ziegler den Weitblick, dass sich die Jugend auf ein neues Jugendheim vorbereiten muss. Er organisierte zahlreiche Veranstaltungen, mit denen sich die Jugend aktiv im Dorfleben einbrachte und eine beträchtliche Summe an Eigenkapital für das neue Jugendheim ansparte.

Mehr als beachtliche 1.700 Stunden an Freiwilligenarbeit durch die Jugend trugen zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts bei. Bei Bedarf und nach Absprache mit dem Vorstand kann das Jugendheim zukünftig auch von anderen Paasdorfer Vereinen genutzt werden. Die von außen begehbaren WC-Anlagen sollen auch der Allgemeinheit dienen und werden bei Feiern in der Umgebung gerne zur Verfügung gestellt.

Das Besondere an dem neuen Jungendheim ist die Konstruktion bestehend aus einer modernen Container-Bauweise, die durch ihre Holzverkleidung perfekt an das regionale Landschaftsbild angepasst wurde.

„Die Zusammenarbeit aller Beteiligten und ihr Engagement war grandios, und ich bin stolz auf unsere Jugend!“, schwärmt Paul Seltenhammer. Die Umsetzung der Vision lief wie am Schnürchen, einzige Verzögerungen waren die verspätete Auslieferung der Container einer heimischen Firma wie auch die Einschränkung im Frühjahr durch den Lockdown.

Mit Unterstützung der NÖ.Regional wurde das Projekt vom Dorferneuerungsverein unter Obfrau Ingrid Seltenhammer sowie vom Verschönerungsverein, dem BhW, der FF, der Pfarre und weiteren Vereinen aus Paasdorf finanziert. Auch die Stadt Mistelbach beteiligte sich an den Kosten für den neuen Treffpunkt für die derzeit etwa 40 Jugendlichen.

Rückzugs- und Veranstaltungsort

Die Gruppe der „Jugend“ hat eine weite Bandbreite und umfasst Mädchen und Burschen im Alter von 15 bis 26 Jahren. Das neue Heim soll den kommenden Generationen als Rückzugs- und Veranstaltungsort dienen.

Die offizielle Eröffnungsfeier möchte man - abhängig von den dann geltenden Maßnahmen - gerne im Frühjahr nachholen. Hierfür soll auch ein Festzelt auf dem Grund der Freiwilligen Feuerwehr, auf dem sich das Heim befindet, aufgestellt werden, um die Verwirklichung des Herzensprojekts gebührlich zu feiern.