Felsenbühne Staatz feiert Jubiläum. Werner Auer ist seit dem Umstieg von Winnetou auf Musical Intendant in Staatz. Was mit Amateuren begann, ist heute professionelles Musiktheater.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. August 2019 (03:34)
Martin Hesz
„Ich fühle mich total wohl in Staatz und die Felsenbühne ist weit mehr als nur ein Job“, will Werner Auer noch langeMusical in Staatz produzieren.

„Lediglich die Kosten für die Errichtung eines Orchestergrabens waren ein ziemlicher Brocken. Mit Liveorchester haben wir von der ersten Produktion an gearbeitet, weil es für mich ein unverzichtbarer Teil im Musical ist“, sagt der Intendant der Felsenbühne Staatz über die Anfänge der Musical-Produktionen. Sonst habe man sich an den vorhandenen Gegebenheiten orientiert.

Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Nach dem bereits aufwendig produzierten und sehr erfolgreichen Musical „1001 Nacht“ von Hubert Koci war es dann soweit: Mit „Jesus Christ Superstar“ wurde 2004 das erste überregional bekannte Stück gespielt.

Durch den Umstieg auf bekannte Musicals war es aber notwendig, immer professionellere Darsteller zu engagieren. Auch die notwendigen intensiven Proben waren schlussendlich nur mehr mit einem Ensemble möglich, das sechs Wochen durchgehend zur Verfügung stehen kann.

Und wie schafft man es, als relativ kleine Bühne die Rechte für Uraufführungen zu bekommen? „Indem man seit Jahren konstant gute Produktionen abliefert, gute Publikumszahlen vorweisen kann und sich die Verlage auf die Arbeit des Leadingteams verlassen können“, ist Auer stolz.

Dadurch stiegen auch die Anforderungen an das Orchester. „Die letzten Jahre haben wir schon einen sehr guten Grundstock an Orchestermusikern, darunter Hubert Koci, der auch zwei Werke für die Felsenbühne komponiert hat“, freut sich Auer. „Neben Orchesterleiter Gregor Sommer ist auch seine Frau Doris ein wichtiger Eckpfeiler. Sie hat die Choreinstudierung inne und korrepetiert während der Proben.“

„Sister Act“ im nächsten Jahr

Ein besonderes Highlight der Aufführungen ist die Bühne, die mit immensem Arbeitseinsatz von Jack Hamal und seinem Team groß und professionell geworden ist. Seine Frau Gitti und ihre Helferinnen statten die Darsteller mit wunderbaren Kostümen aus. „Auch die Organisation der vielen Helfer im Hintergrund liegt in den Händen der beiden. Ich kann mich nicht genug bei Jack und Gitti Hamal bedanken“, ist Auer voll des Lobes für sein Team.

Und: „Solange es mir so Spaß macht, wie in den vergangenen 20 Jahren, das bewährte Team so reibungslos funktioniert und vor allem so lange das Publikum unsere Produktionen so treu und zahlreich besucht, sehe ich keinen Grund, um nicht weiter auf der Felsenbühne Musicals zu produzieren“, hat der Intendant noch viele Pläne. Nächstes Jahr wird „Sister Act“ auf dem Spielplan stehen.