Nestroy zum Jubiläum. "Die Perspektive" inszenierte nach 30 Jahren „Der böse Geist des Lumpazivagabundus“ von Johann Nestroy neu.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 01. April 2019 (18:16)

Nach 1989 und 1996 stand heuer zum 30-Jahr-Jubiläum „Der böse Geist des Lumpazivagabundus“ von Johann Nestroy wieder auf dem Spielplan der Theatergruppe die Perspektive.

Wie bei Harald Reichart üblich, natürlich in einer komplett neuen Inszenierung.
Der Lumpazivagabundus wurde ein Stück in die heutige Zeit mitgenommen. Großen Anteil daran hatte natürlich das Bühnenbild von Christoph Fehlmann und Susanna Kouidri. Aber auch die Musik, welche von Christian Jilli komponiert und bearbeitet wurde, war wesentlich.
Nestroy Couplets waren natürlich mit dabei und wurden großartig mit Melodien á la Falco und zeitangepassten Texten ergänzt.

 Großartig waren die drei Handwerksburschen Leim, ein Tischlergesell gespielt von Patrick Wolfram, Zwirn, ein Schneidergesell gespielt von Stefan Haberler und Knieriem der Schuster, gespielt von Georg Pesau. Sie gewannen dank Fortuna gemeinsam mit einem Los viel Geld und vereinbarten nach einem Jahr wieder zusammen zu treffen.
Haberler war mit seiner Quirligkeit in der großen Welt unterwegs und brachte eben dann die oben erwähnten „Falcomelodien“ auf die Bühne.

Dazu haben auch Barbara Schüller und Judith Gattermayer in der Theatergruppe einen großen Anteil. Knieriem, alias Georg Pesau lebte sich wunderbar in die Rolle des Kometensuchenden Schusters hinein. Patrick Wolfram vermittelte als Gesell die Botschaft des Stückes.

Ihren ersten großen Auftritt hatte Veltlinerland-Weinkönigin Lena Bayer als Braut des dicken Gastwirtes Strudl der mit einer Leidenschaft von Hans Peter Vodicka verkörpert wurde.

Der Lumpazivagabundus wurde von Matthias Richter verkörpert, Fortuna war Bianca Kramer und Amorosa war die Rolle für Rosa Spindler. Mit dabei auch so Theaterprofis wie Walter Schimpf, Christa Pesau, Leopold Richter und Matthias Pesau. Eine perfekte Rollenbesetzung ist Harald Reichart auch mit den Diener des Zwirn gelungen: Jakob und Philipp Jauk hatten die Lacher auf ihre Seite.