Bestattung in Laa: "Verabschiedung in Würde". Die Laaer Bestattung von Cornelia Kallaus errichtet neues, lichtdurchflutetes Betriebsgebäude.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 30. Oktober 2020 (03:58)
Visualisierung: Baumeisterin Karin Kunst-Raupold

„Am wichtigsten ist uns, dass sich die Angehörigen nach dem Bau der neuen Bestattung in einem lichtdurchfluteten Raum würdevoll verabschieden können“, sagt Cornelia Kallaus, Chefin der Bestattung in Laa. Derzeit wird an einem neuen Firmengebäude im Thayapark gebaut, da die alten, dem Familiensitz zugehörigen, Räumlichkeiten mit der Zeit und Weiterentwicklung der Bestattungswelt, sehr beengt wurden.

Die Bestattung in Laa gibt es seit den 1970er-Jahren. Sie wurde damals von den Großeltern geleitet und an die nächste Generation weiter gegeben. Cornelia Kallaus arbeitete seit 2001 im damaligen Familienunternehmen Waismayer mit und übernahm 2017 die Firma. Mit dem Neubau soll nun auch der Bestattungsname in eine neue Ära übergehen.

„Ich habe immer schon großen Wert darauf gelegt, dass man sich in einer Bestattung gut aufgehoben fühlt,“ sagt Kallaus. Entsprechend groß, hell und freundlich wird das neue Gebäude, denn neben dem offenen Empfangsbereich werden dort zwei Büros für die ungestörte Abwicklung der Anliegen der Angehörigen und ein Schauraum für Särge, Urnen, Kerzen und Bilderrahmen zu finden sein, das Herzstück soll der Verabschiedungsraum bilden.

„Mit dem Verabschiedungsraum können wir Angehörigen die Möglichkeit bieten, sich in einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre von ihren Verstorbenen würdevoll zu verabschieden“, ist ihr speziell dieser Teil des Neubaus ein großes Anliegen. Damit erfülle sich ein lang ersehnter Traum der Bestatterin.

Neuer Firmensitz im Frühjahr zu beziehen

Räumlich abgetrennt vom Kundenbereich wird der Mitarbeiter- und Arbeitsbereich mit den Aufenthaltsräumen und dem eigenen Kühlraum.

Die Bestattung Kallaus entsteht auf einem Spitzgrundstück, das rundherum mit entsprechendem Grün parkartig bepflanzt werden soll. Im März oder April 2021 soll der neue Firmensitz bezogen werden.

Cornelia Kallaus will Familien-unternehmen in ein neues Zeitalter führen.E. Wolfbeisser
E. Wolfbeisser

Wie hat sich das Berufsbild des Bestatters in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt? „Wir sind nicht mehr der klassische Bestatter, wir sind zu Wegbegleitern geworden“, sagt Kallaus. „Unsere Aufgabe ist es, den Hinterbliebenen die momentane Überforderung zu nehmen und sie ihnen ein Stück weit abzunehmen. Indem wir sie bei der Planung unterstützen und durch unsere Arbeit liebevoll begleiten.“

Entsprechend ist es ihr wichtig, sich viel Zeit für die Angehörigen nehmen zu können. Organisiert wird nicht nur die Beerdigung, Bestatter heute sorgen auch für den Blumenschmuck, die Musik, den Pfarrer und erledigen die Behördengänge. Mit der neuen Bestattung soll ein Übergang in ein neues Zeitalter geschaffen werden, das der Trauer neuen Platz verleihen soll, so die Firmenchefin.