Neudorf bei Staatz

Erstellt am 03. Januar 2019, 04:33

von Stefanie Markon

Umbenennung: „Im Weinviertel“ statt „bei Staatz“. Bisheriger Namenszusatz ist irreführend findet die Mehrheit. FPÖ dagegen.

Neudorf will nicht mehr „bei Staatz“, sondern „im Weinviertel“ heißen. Der Gemeinderat beschloss den Antrag auf Namensänderung, die FPÖ kündigte Widerstand an.  |  Michael Pfabigan

Für Emotionen sorgt die Umbenennung des Ortes: Als letzter Punkt der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 27. Dezember wurde die Causa diskutiert: „Wir heißen Neudorf bei Staatz und sind aber keine Katastralgemeinde von Staatz wie beispielsweise Enzersdorf. Deshalb werden wir auch oft verwechselt“, argumentierte VP-Bürgermeisterin Ernestine Rauscher. Aus diesem Grund soll der Name von „Neudorf bei Staatz“ zu „Neudorf im Weinviertel“ geändert werden. 

Waismayer: "Bevölkerung miteinbeziehen"

Waismayer hatte hier seine Bedenken: „Ich bin der Meinung, dass man hierbei die Bevölkerung miteinbeziehen sollte!“ Bei der folgenden Abstimmung war Waismayer die einzige Gegenstimme, der Antrag für die Änderung wird beim Land NÖ eingereicht. 

Widerstand gegen die Pläne kündigte die nicht im Gemeinderat vertretene FPÖ Neudorf an: „ÖVP und SPÖ verkaufen unseren Ortsnamen“, zeigen sich die Blauen schockiert. Während bei der Straßennamenfindung auf Bürgerbeteiligung gesetzt wurde, wurde beim Ortsnamen darauf verzichtet: „Nun wird aber beim Namen der gesamten Marktgemeinde auf die Meinung der Bürger bzw. die Identität verzichtet und genau diese mit der bevorstehenden Namensänderung aufgegeben“, kritisiert Lukas Umschaiden auf Facebook: „Wir Freiheitlichen sind strikt dagegen und werden alles versuchen, um dies zu verhindern.“

Über 600 neue Straßenschilder

Finalisiert wurden die Pläne zur Vergabe von Straßenbezeichnungen in Neudorf. Bei der letzten Sitzung konnte dies nicht beschlossen werden, da die SPÖ dagegen war. Nach Gesprächen über die Weihnachtsfeiertage steht fest: An der Bezeichnung des „Hauptplatzes“ wird sich nichts ändern, es wird also keinen Marschallplatz geben. Die Abstimmung verlief nicht einstimmig. Der Parteichef der SPÖ, Franz Waismayer, konnte trotz eines Acht-Augen-Gesprächs im Vorfeld nicht der Bezeichnung zustimmen. 

Dennoch ist die Einführung der Straßennamen beschlossene Sache: Es werden über 600 neue Straßenschilder bestellt, was der Gemeinde 13.000 Euro kosten wird. 

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