Neue Schulzweige und Laptop in Mistelbach. Der Harmannsdorfer Philipp Griesmayr (36) wurde neuer Direktor der Mittelschule Mistelbach.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 17. April 2021 (03:45)
Philipp Griesmayr übernimmt die Mittelschule Mistelbach als neuer Direktor. Sein Vorgänger wechselte in die Bildungsdirektion. 
M. Pfabigan

Mistelbachs Mittelschule hat einen neuen Direktor: Philipp Griesmayr übernimmt die Schule, nachdem der bisherige Direktor Christoph Eckel als Schulqualitätsmanager in die Bildungsregion Weinviertel gewechselt war.

Griesmayr war bisher stellvertretender Direktor an der Mittelschule in Harmannsdorf (Bezirk Korneuburg): „Die Schule war von den Schülern und dem Kollegium halb so groß“, erzählt er im NÖN-Interview: „Das ist eine interessante Umstellung.“

„Es wird auch das Schulheft weiter geben!“ Philipp Griesmayr, Direktor MS Mistelbach

Zumal er die Schule direkt in der Umstellungsphase auf das Vier-Schwerpunkte-Modell übernimmt: Ab kommenden Schuljahr können sich die Schüler für einen Sport, einen naturwissenschaftlichen, einen künstlerischen Zweig oder die herkömmliche Mittelschule entscheiden. Die Präsentation der neuen Schulschwerpunkte war Griesmayrs erster Arbeitstag in Mistelbach: „Die Schüler werden damit zu Architekten ihrer eigenen Bildungsarchitektur. Sie können sich bei der Schwerpunktsetzung mehr auf ihre eigenen Stärken konzentrieren“. Für die Schule laufen alle vier Zweige gleichberechtigt nebeneinander. Und die solide Grundausbildung bliebe die Basis der Ausbildung, betont der Direktor, der sich auf die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen und der Stadtbibliothek freut.

Wie wird sich die Schule künftig entwickeln? „Die Digitalisierungskomponente hat ja wegen der Corona-Pandemie und dem Homeschooling massiv an Fahrt aufgenommen“, erzählt Griesmayr. Ab Herbst werden dann alle Schüler der fünften und sechsten Schulstufe mit digitalen Endgeräten ausgestattet: „Mir ist aber wichtig, dass das Analoge daneben nicht verloren geht!“ Nur den Computer auf den Tisch zu stellen, sei zu wenig, die ganze Pädagogik müsse ein Stück weiter digitalisiert werden. „Und ja: Es wird auch das Schulheft weiter geben“, lacht Philipp Griesmayr.

Der neue Direktor ist 36 Jahre, wohnt in Harmannsdorf (Bezirk Korneuburg) und startete seine Lehrerlaufbahn in Wien 22, bevor er 2013 nach NÖ wechselte. Schon früh setzte er sich mit den Themenbereichen Schule und Führung auseinander und war schon in der Sporthauptschule Wien 22 in die Schulleitung eingebunden. Später absolvierte er Studiengänge für Schulmanagement und Bildungsmanagement: „Da konnte ich in Harmannsdorf als stellvertretender Direktor Theorie und Praxis verbinden“, sagt Griesmayr. „Aber alle Maßnahmen, die man in der Schule setzt, sollen nur einen Zweck haben: Dass sich die Situation für Schüler verbessert“, ist der neue Direktor überzeugt. Das Mistelbacher Vier-Säulen-Modell sei ein Weg dort hin.