Mistelbach

Erstellt am 17. Mai 2018, 12:43

von Michael Pfabigan

Nach Amok-Lauf: Direktoren erwarten sich Unterstützung. Eine Woche nach dem Fast-Amoklauf am Bundesschulzentrum Mistelbach. Wie ist die Stimmung in den Mistelbacher Schulen?

Schockierende Szenen spielten sich vor dem Mistelbacher Bundeschulzentrum ab.  |  Pfabigan

„An „business as usual“ ist nicht zu denken“, sagen die drei Direktoren des Schulzentrums, Isabella Zins, Johannes Holzinger und Johannes Berthold. „Der  Schulalltag kehrt zwar allmählich wieder ein. Die mündliche Matura und der Schulschluss stehen knapp bevor. Allerdings zeigt der große Bedarf an Gesprächen von Schülern und Kollegen mit Schulpsychologen, Schulärzten und Kollegen, wie nahe der Vorfall allen gegangen ist und wie wichtig Unterstützungspersonal vor Ort ist.“

Lob gibt es für Polizei, Schulpsychologie und Zusammenarbeit der Direktionen: „Die Zusammenarbeit mit Polizei und Schulpsychologie hat sehr gut funktioniert.“, betont Johannes Holzinger, Direktor der BAFEP/HLW Mistelbach. Johannes Berthold von der HAS/HAK Mistelbach lobt die gute Kooperation aller drei Direktionen, die ihr Wissen über Krisenmanagement aus der Ausbildung gemeinsam bestmöglich in die Praxis umgesetzt haben.

Zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen gefordert

„Was wir uns allerdings von der Politik wünschen, sind jetzt konkrete zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen für die Schulen“, ergänzt BORG-Direktorin Isabella Zins. Auch wenn Übergriffe von außen (wie vorige Woche) oder im Inneren nie zu verhindern seien: In der konkreten Situation wäre beispielsweise ein schulinternes Kommunikationssystem von Vorteil gewesen, um alle im Haus Befindlichen sofort zu informieren.

Um Verbesserungen für alle Schulen in Österreich zu erreichen, werden die Direktionen gemeinsam mit Vertretern der lokalen Politik und aller involvierten Behörden zusammentreffen, um zeitnah ein Update des vorhandenen Maßnahmenkataloges für Krisenfälle durchführen. Aus den aktuellen Erfahrungen sollen Vorschläge für die Zukunft erarbeitet werden.