Anrainer fürchtet Überschwemmung

Ein Paasdorfer fürchtet um sein saniertes Haus neben dem Feldwiesgraben. An der Böschung am Bach könnte es zu Verklausungen kommen. Wasserverband Zayatal beschwichtigt.

Erstellt am 25. September 2021 | 05:55
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Ein Paasdorfer Anrainer des Feldwiesengrabens sieht mangelnde Pflege des Bachgerinnes und fürchtet Überschwemmungen nach Verklausungen, der Zayatal Wasserverband beruhigt: Alles sei in Ordnung.
Foto: Dachverband Marchfeld-Weinviertel

„Letztes Jahr wurden die Böschungen der Bachgerinne überhaupt nicht gemäht. Und heuer wurden erst vor Kurzem nur die Spitzen des Strauchwerks gekürzt, das meiste wurde stehen und liegen gelassen“, klagt ein Paasdorfer.

Er hatte sich vor 16 Jahren ein Haus in der Schwemmzeile mit dem Feldwiesgraben an der Grundstücksgrenze gekauft, jetzt fürchtet er um sein liebevoll saniertes Heim. Denn in den Pflegemaßnahmen durch den Zayatal Wasserverband sieht er ein großes Gefahrenpotenzial. „Ein heftiger Regenguss kann dazu führen, dass das lose lange Gras und Schilf die Bachläufe verlegt und wir wegen dieser Nachlässigkeit absaufen“, fürchtet der Paasdorfer.

Beim Dachverband Marchfeld-Weinviertel, zu dem der Wasserverband Zayatal gehört, will diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen: „Die Mäharbeiten werden regelmäßig durchgeführt“, sagt Roman Rebler. Bei einem Lokalaugenschein am Feldwiesengraben im Bereich Schwemmzeile seien keine Missstände festgestellt worden.

Hochwasserschutz soll Entspannung bringen

Zudem werde dieser Bereich demnächst durch ein Hochwasserschutzprojekt abgesichert. Derzeit laufen die Bauarbeiten oberhalb des Ortsgebietes. Auch hier übt der Paasdorfer massive Kritik, in diesem Fall an der Stadtgemeinde: Die hätte mit ihrer seit zehn Jahren dauernden Untätigkeit zur Gefahrensituation entlang des Feldwiesengrabens beigetragen, sagt er gegenüber der Mistelbacher NÖN.

„Die Ausarbeitung des Projektes wurde von der Stadtgemeinde Mistelbach bereits vor einigen Jahren angestoßen und immer wieder vorangetrieben“, sagt Rebler: „Leider scheitere die Umsetzung bisher an einer Zustimmungserklärung eines Anrainers zu einer benötigten Teilfläche.“ Seit mehren Wochen läuft jetzt bereits der Bau.