Klinikum Mistelbach leuchtete Orange

Jährlich am 17. September wird der Welttag der Patientensicherheit begangen. Patientinnen und Patienten auf der ganzen Welt sollen darauf vertrauen können, dass bei der Gesundheitsversorgung keine Fehler passieren. Weltweit wurden deshalb am Abend des 17. September Gebäude in Orange – der Farbe der Patientensicherheit - beleuchtet, im Weinviertel das Landesklinikum in Mistelbach.

Michael Pfabigan
Michael Pfabigan Erstellt am 20. September 2021 | 10:42
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Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf wurde als Zeichen zum Tag der Patientensicherheit am 17.9. in orange beleuchtet.
Foto: Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf

In den Kliniken des Weinviertels wird Patientensicherheit schon lange sehr wichtig genommen, daher ist in jedem Klinikum ein Riskmanagement installiert. Dieses initiert, überwacht und veranlasst tagtäglich eine Vielzahl an Maßnahmen, um die Sicherheit der PatientInnen sowie MitarbeiterInnen im Behandlungsprozess sicherzustellen. Riskmanagement wird erstmalig schon beim Zutritt zum Klinikum, wo die Einhaltung der 3G-Regeln sowie die Abfrage der Krankheitssymptome von SARS-CoV-2 stattfinden, sichtbar. Weiter geht es dann u.a. mit Ersteinschätzungsformularen an Aufnahmeeinheiten, Einschleuseprotokollen sowie Checklisten im OP. Außerdem werden laufend Prozesse und Abläufe im Sinne der Patientensicherheit an die aktuellen Gegebenheiten angepasst und geprüft, insbesondere durch Feedback von PatientInnen und durch interne Kontrollmechanismen.

In den Landeskliniken Mistelbach-Gänserndorf und Hollabrunn laufen derzeit u.a. Mitarbeiterinnen-Schulungen unter dem Titel „Room of Horrors“. Unter einem „Room of Horrors“ wird ein Trainingsraum verstanden, in dem Mitarbeitende im Klinikum anhand einer simulierten Situation für Themen der Patientensicherheit sensibilisiert werden. Im „Room of Horrors“ sollen die Mitarbeitenden anhand einer Checkliste mögliche Risiken identifizieren. Ziel ist es, die erkannten Fehler und Risiken im Anschluss durch gezielte Schulungen zu minimieren. Im Landesklinikum Hollabrunn werden direkt am Tag der Patientensicherheit sowie an den beiden drauffolgenden Werktagen „Room of Horrors“-Schulungen stattfinden.

Im Landesklinikum Korneuburg-Stockerau steht die Implementierung von CIRS – Critical-Incident-Reporting-System – mit Ende September bevor. CIRS ermöglicht es, aus „Beinahe-Fehlern“ zu lernen, diese künftig zu vermeiden und damit die Sicherheit des Patienten, aber auch die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen. Im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ist eine Implementierung bis Jahresende ebenfalls vorgesehen. Im Landesklinikum Hainburg ist CIRS seit 2017 schon fixer Bestandteil der Patientensicherheit. Im Landesklinikum Hollabrunn wird CIRS bereits seit dem Jahr 2019 in der Praxis gelebt.

„Die Sicherheit in der medizinischen Gesundheitsversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung und umschreibt das Resultat einer möglichst fehler- und schadensfreien ärztlichen und pflegerischen Behandlung", betont auch die Geschäftsführerin der Gesundheit Weinviertel GmbH,  Katja Sacher. „Das orange Licht soll Patienten, Angehörige und das Gesundheitspersonal für das Thema Patientensicherheit sensibilisieren.“