Laaer Ostbahn: 2.601 Proteste in 12 Tagen

Erstellt am 27. März 2019 | 04:12
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Die Pendler aus dem Land um Laa sammelten binnen zwölf Tagen beachtliche 2.601 Unterstützungserklärungen für ihre Petition: Christoph Gruber, Gerald Schwungfeld, Patrizia Gruber, Hanni Neichl, Christiane Gahr und Gabriele Hoschek.
Foto: zVg
Die Forderungen der Bahnkunden werden an Minister und Landeshauptfrau übergeben.

Beachtliche 2.601 Unterschriften für Verbesserungen auf der Laaer Ostbahn sammelte eine Pendlergruppe aus dem Land um Laa binnen zwölf Tagen. „Und noch immer kommen Listen nach“, sagt Mit-Organisatorin Patrizia Gruber.

Gruber: "Persönliches Ziel weit überschritten"

Verbreitet wurde die Aktion viral in den sozialen Medien via Facebook und WhatsApp-Gruppen, auch manche Gemeinden riefen auf ihren Homepages zur Unterstützung auf. „Mit 2.601 Unterstützungserklärungen haben wir mein persönliches Ziel von 500 weit überschritten“, sagt Gruber. „Das zeigt für uns das hohe Frustpotenzial, das da in den Zuständen auf der Laaer Ostbahn steckt.“

Die zentralen vier Forderungen: Verbleib auf der Stammstrecke, was die ÖBB mittlerweile (bis auf weiteres) zugesagt hat; pünktlichere Züge und weniger Zugausfälle, ein zweigleisiger Ausbau der Laaer Ostbahn und beschleunigte Züge. Wie geht es jetzt weiter? „Abgesehen davon, dass die Unterschriftenaktion selbst schon ein toller Erfolg ist, sehen wir im Vertrauen der vielen Unterschriften nun auch eine große Verantwortung“, sagt Patrizia Gruber.

Es gebe nun folgende Bestrebungen: Mitglieder der Pendlerinitiative wollen die Petition dem verantwortlichen Verkehrsminister Norbert Hofer persönlich übergeben. Gemeinsam mit den Bürgermeistern des Landes um Laa wollen die Initiatoren auch ihre Forderungen und die Unterstützungserklärungen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner präsentieren. „Zudem werden – im Sinne eines gemeinsamen Zusammenarbeitens dieser überparteilichen Initiative – parteiübergreifend Funktionäre eingeladen, die vielen Stimmen an Entscheidungsträger in Bund und Land weiterzutragen“, sagt Gruber.

„Die vielen Unterstützuserklärungen zeigen deutlich auf, wie wichtig der Bevölkerung eine attraktive öffentliche Anbindung an die Bundeshauptstadt ist. Damit soll verhindert werden, dass eine weitere Abwanderung der jungen Bevölkerung und einer weiteren Ausdünnung des ländlichen Raumes stattfindet“, begründet die Initiatorin.