Pfarrhof: Dachboden brannte, aber keine Gefahr fürs Maturafest

Erstellt am 26. Juni 2022 | 11:56
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Glosendes Zellulose-Dämmmaterial machte den Einsatz aufwendig und langwierig. Das störte zwar das Maturafest des Gymnasium, es bestand aber keine Gefahr für die Gäste. Brandursache wird ermittelt.

Die Freiwillige Feuerwehr Laa war am Freitagabend mit einem Dachboden-Brand konfrontiert: Der Einsatzleiter erhöhte nach seiner Erkundung die Alarmstufe auf B3, somit wurde der gesamte Unterabschnitt aktiviert. Was die Ursache war, ist derzeit noch unklar.

Die Kameraden betraten den stark verrauchten Dachboden mit schwerem Atemschutz, sie mussten sich den Weg durch das 50 Zentimeter tiefe Zellulose-Dämmmaterial bahnen. Der Rauch, der aufgewirbelte Staub und die enorme Hitze machten den ersten Trupps zu schaffen. Der Brandherd war rasch gefunden, jedoch gestalteten sich die Löschmaßnahmen als aufwendig. Das Dämmmaterial brannte nicht lichterloh, sondern gloste vor sich hin.

Feuerwehr löschte behutsam

Um einen größeren Schaden zu verhindern, wurde sehr behutsam gelöscht. Nachdem das Feuer eingegrenzt und unter Kontrolle war, wurde eine Abluftöffnung mit dem Steiger am Dach errichtet. Nun konnten Hitze und Rauchgase mit dem Druckbelüfter über die Abluftöffnung kontrolliert abgeführt werden.

Da das Material immer wieder zu glosen begann, entschied der Einsatzleiter, einen Teil der Dämmung zu entfernen und mit BigBags vom Dach zu bringen. Ein Großteil der durchnässten Dämmung wurde gleich mit entfernt. Ein Anhänger der Stadtgemeinde Laa transportierte das Material ab.

Florianis mit Maturafest-Kulinarik versorgt

Zeitgleich fand im Pfarrstadel und -garten das Maturafest des Gymnasiums statt – durch den Feuerwehr-Einsatz nicht mehr ungestört, aber es bestand keine Gefahr für die Veranstaltung und die Gäste. Weil sich die Löscharbeiten in die Länge zogen, wurden die Florianis mit Getränken und Speisen vom Maturafest versorgt. Der Dachboden wurde mehrmals nach Glutnestern untersucht, schlussendlich wurde "Brand aus" gegeben.

Der große Einsatz an Atemschutztrupps machte die Auffüllung von Atemluftflaschen erforderlich, dafür wurde ein Pendelverkehr zum Feuerwehr-Haus eingerichtet. Das Rote Kreuz Laa war vor Ort, um eventuell verletzte Kameraden sofort versorgen zu können. Die Polizei Laa begann, sobald dies möglich war, mit der Ermittlung der Brandursache.

Insgesamt waren fünf Feuerwehren (Hanfthal, Kottingneusiedl, Ungerndorf, Wulzeshofen und Laa) mit 65 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen im Einsatz.