Piratenschiff als Highlight auf der Felsenbühne Staatz. Nicht mehr lange, dann wird im kleinen Staatz wieder große Kultur geboten. Die Proben laufen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. Juli 2019 (04:40)
Michael Pfabigan
Probenbeginn am Fuße der Staatzer Klippe bei brütend heißen Temperaturen: Die Vorbereitungen für den „Graf von Monte Christo“ gehen insFinale.

30 Grad im Schatten, das Ensemble probt die große Ballszene. Wo die Darsteller später in edle Roben gekleidet sein werden, haben sie noch leger einen Bikini und Bermudashorts an. „Der Zirkus ist wieder in der Stadt“, lacht Intendant Werner Auer. Auf der Felsenbühne haben die Proben für das heurige Musical „Der Graf von Monte Christo“ begonnen.

Was erwartet die Besucher? „Ein Drama-Musical ohne Regietheater-Auswüchse“, sagt Auer. Der „Graf von Monte Christo“ bietet eingängige Musicalmusik mit einer dramatisch-gut gelösten Bearbeitung des bekannten Stoffes von Alexandre Dumas. „Wir haben das Glück, ein sehr treues Publikum zu haben, das uns erlaubt, nicht nur die Top-5 der Musical-Hitliste, sondern auch unbekanntere Werke zu spielen.“

„Monte Christo“ ist eine Österreich-Uraufführung und erst zehn Jahre alt. Der Felsen der Staatzer Klippe wird heuer zwar nur als Kulisse mitspielen, für die Einbeziehung als Bühne ist er zu weit weg. „Dafür haben Jack Hamal und sein Bühnenbauteam ein Piratenschiff gezaubert, das für den Staatz-Effekt bei der heurigen Inszenierung sorgen wird. Es wird auch die moderne Technik auf der Felsenbühne einziehen“, sagt Auer. LED-Wände werden rasche Szenenwechsel ohne lange Umbauzeiten ermöglichen.

„Wir haben das Glück, ein treues Publikum zu haben, das uns erlaubt, nicht nur die Top-5 der Musical-Hitliste, sondern auch unbekanntere Werke zu spielen.“Werner Auer, Intendant

Beim Team konnte Auer heuer wieder den Publikumsliebling des Vorjahres Darius Merstein-MacLeod verpflichten, er spielt die Titelrolle. Christoph Apfelbeck den De Villefort und Florian Fetterle den Mondego. Mit dabei ist auch wieder Anna Burger. „Und der alte Auer wird neben der Inszenierung auch die Rolle des bösen Barons Danglars übernehmen“, sagt Auer.

Laiendarsteller stehen übrigens seit 2014 keine mehr auf der Felsenbühne: „Das geht sich schon alleine von der Probenintensität nicht mehr aus. Wir klopfen das Stück in sechs Wochen heraus, da müssen wir auch untertags proben“, weiß Auer aus Erfahrung.

Der Kartenverkauf läuft gut: Die Wochenenden sind nahezu voll, leichter an Karten kommt man noch an Donnerstagen. Wer die Uraufführung also nicht verpassen will, der sollte besser schnell sein.