Zugausfälle und lange Fahrzeiten: Ärger über Nordbahn. Zugausfälle und lange Fahrzeiten stören die Pendler, Minister Hofer verspricht Hilfe.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 15. Mai 2019 (05:00)
Gerhard Brey
Michael Bernard setzt sich fürVerbesserungen im Nahverkehr ein und informierte die Rabensburger über den Stand der Dinge.

Seit Jahren gibt es mit jedem neuen Fahrplan, den die Verkehrsverbund Ostregion (VOR) im Weinviertel vorlegt, Unzufriedenheit. Schlechte Verbindungen, zu lange Fahrzeiten sowie unzulängliche Infos für die in den Bahnhöfen und bei den Stationen Wartenden regen auf.

Zuletzt wurde diese Situation für Bahnkunden in Bernhardsthal und Rabensburg unerträglich und sie starteten eine Unterschriftenaktion mit einigen Forderungen und Wünschen. Die Verkehrssituation entlang der Nordbahn soll so verbessert werden.

Die so entstandene Petition übergab Bundesrat Michael Bernard (FPÖ-Bezirksparteiobmann in Mistelbach) dann mit den 1.300 Unterschriften an Bundesminister Norbert Hofer (Verkehr, Innovation, Technologie). Hofer versprach so weit wie möglich Hilfe und Bundesrat Bernard informierte nun über den Stand der Dinge.

Spätzug ab 15. Dezember

Die Menschen wünschen sich, dass von den neun Zügen im Frühverkehr, wenigstens drei schneller geführt werden. Gleiches gilt für Abend. Denn Fahrzeiten von bis zu 90 Minuten sind für Pendler unerträglich. Jeder Zug müsse nicht in jeder Station stehen bleiben.

Bischof/NÖN
An der Nordbahn gibt es immer wieder Probleme, Züge fahren nicht bis zur Endstation. Der Verkehrsminister verspricht jetzt Besserung.

Ebenso kommt mit dem neuen Fahrplan am 15. Dezember wieder ein Spätzug, sodass in Wien Veranstaltungen besucht werden können und man danach noch heimkommt. Züge die unangekündigt nicht bis Bernhardsthal geführt werden, da sie wegen Verspätungen schon früher umdrehen, darf es nicht mehr geben, fordern die Pendler und Bernard.

Minister Hofer hat auch wieder sogenannte Blaulichtgarnituren eingeführt. Das sind zwei Zuggarnituren mit kompletter „Mannschaft“, die bereitstehen, um im Falle von Ausfällen, sofort als Ersatz losgeschickt werden können. Weiters informierte Bernard, dass die meisten Zuggarnituren in nächster Zeit gegen neue ausgetauscht werden. Damit wird auch die Information der Fahrgäste verbessert, denn die Lautsprecher dort wird man besser verstehen. In den Stationen soll zudem nach und nach die Fahrgastinformation elektronisch erfolgen.

Öffentlichen Verkehr verbessern

Die Stammstrecke der Nordbahn – hier fahren regelmäßig 183.000 Fahrgäste, wird von „alle drei Minuten ein Zug“ um weitere 30 Sekunden beschleunigt. Dass erfordert aber entsprechende elektronische Anpassungen. Ebenso wird die Nordbahn „kreuzungsfrei“ ausgebaut, was heißt, es gibt dann keine ungesicherten Bahnübergänge mehr.

Bernard will darüber hinaus den öffentlichen Verkehr im Bezirk verbessern und teilweise neu aufstellen. Deshalb wird er für 6. Juni alle Bürgermeister des Bezirks zu einem Gespräch nach Poysdorf einladen, wobei es um Verkehrsverbindungen vor Ort geht. Neue Angebote wie in Korneuburg das „IST-Mobil“ oder das „March-Mobil“ könnten auch im Bezirk eine gute Lösung sein. Das sind Busse für neun bis 19 Fahrgäste, die für 1,5 bis 1,9 Euro vor Ort genützt werden können.

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