Krötenquerungen: Weiße Linie ist oft die Todeslinie. Von Autofahrern werden die Amphibien auf Straßen in Rabensburg leicht übersehen.

Von Gerhard Brey. Erstellt am 06. März 2021 (03:46)

Amphibien wechseln mehrfach im Jahr ihre Lebensräume: Aktuell machen sich Kröten und Frösche auf den Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Dabei müssen sie häufig Straßen überqueren, wobei es oftmals zu regelrechten Massakern kommt.

Ehrenamtliche „Streetworker“ sind daher neben den Straßen unterwegs und helfen den Lurchen als „Kröten-Taxi“ über die Fahrbahn. Schutzeinrichtungen, die das ungefährdete Überqueren der Straßen möglich machen, sind nämlich nicht überall vorhanden. Neben den mobilen Zäunen findet man im Bezirk auch stationäre Schutzeinrichtungen, etwa bei Laa oder zwischen Großkrut und der Autobahnzufahrt.

Die Wechselkröten sind bei Überquerungen naturgemäß besonders gefährdet, denn ihre Haut erinnert an einen Tarnanzug: Sie nutzen ein Camouflagemuster, um optisch mit der Umgebung zu verschmelzen und damit nicht so schnell entdeckt zu werden. Die Wechselkröten können ihre Grundfarbe je nach Licht, Temperatur oder Umgebung von dunkel nach hell oder umgekehrt anpassen.

Da Feuchtgebiete in der Natur zusehends schwinden, wandern die Wechselkröten in vielen Ortschaften, meist etwas später als die Erdkröten, zum Ablaichen in die Gartenteiche – und dann natürlich auch zurück in ihre Sommerquartiere. Allerdings stellen viele Gärten keine Amphibienparadiese dar: Schwimmbecken mit hohen Wänden werden oftmals zu Fallen für die Wechselkröten. Hier können einfache Ausstiegshilfen Abhilfe schaffen.

Um die Kröten zu schützen, sind freiwillige Helfer unterwegs. Die Arbeit ist sehr mühevoll, tatkräftige Unterstützer sind daher gerne gesehen. Interessierte können sich an margit.gross@naturschutzbund.at oder an 0676-7606799 wenden.