Wasser für die Äcker durch Marchfeldkanal. Der Marchfeldkanal soll im Angesicht des Klimawandels für Sicherheit bei der Bewässerung in der Region sorgen.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 12. Mai 2019 (12:46)
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Das Projekt Bewässerung der Region Wolkersdorf und Umgebung geht in die nächste Runde. Wie berichtet, wird unter Federführung von Bezirksbauernkammer-Obmann Hermann Stich die Idee vorangetrieben, Wasser aus dem Marchfeldkanal abzuzapfen, um dieses über Rohrleitungen auf die Äcker der Region zu pumpen.

Mittlerweile war Stich zwei Mal beim NÖ Wasserwirtschafts-Leiter Ludwig Lutz, um das Projekt vorzustellen und Rat einzuholen. Er bekam die Zusicherung für eine Grobstudie, welche bis Ende Oktober fertiggestellt sein soll. Die Eckdaten: Eine Fläche von ungefähr 7.500 Hektar gilt es zu bewässern, wobei für die teilnehmenden Landwirte Kosten in Höhe über 4.000 Euro absehbar sind. Der Wasserspiegel in der Donau wird sich bei Betrieb nicht einmal einen Millimeter absenken.

 „Wenn der Klimawandel so weitergeht, können wir die Leute vor Ort nicht versorgen.“ Hermann Stich, Bezirksbauernkammerobmann

 „Das Projekt hat für Spezialkulturen Sinn“, meint Stich, was etwa den Weinbau betrifft. „Wenn der Klimawandel so weitergeht, können wir die Leute vor Ort nicht versorgen“, begründet der Bauernkammerobmann weiter, warum das Projekt notwendig sei.

Denn es kann nicht als sicher angesehen werden, dass die Brunnen ausreichend Grundwasser für eine kontinuierliche Bewässerung bereithalten. Ein Landwirt in ungünstiger Lage stand vergangenes Jahr nach sieben Minuten Bewässerung vor einem leeren Brunnen. Übrigens: Für die Ackerbewässerung wird nur das Wasser im ersten Grundwasserhorizont verwendet.