Wahl in Mistelbach mit wenig Zustimmung. Erwartungsgemäß zur neuen Stadträtin gewählt wurde Elke Liebminger (FPÖ) in der eingeschobenen Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend, nachdem die eigene Fraktion beschlossen hatte, den bis dahin amtierenden Stadtrat Walter Schwarz abzuberufen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 17. April 2019 (07:10)
Michael Pfabigan
Blumen nach der Wahl für die neue FPÖ-Stadträtin: Elke Liebminger mit der FPÖ-Stadtgruppe und Bezirksparteiobmann Michael Bernard.

Die Sitzung wurde notwendig, nachdem die beiden FPÖ-Gemeinderäte beim Stadtamtsdirektor die Abberufung ihres Stadtrates bekanntgegeben hatten. Der musste die Sitzung binnen 14 Tagen einberufen. Entsprechend hatte die Sitzung auch nur zwei Tagesordnungspunkte, sie war binnen 30 Minuten vorbei, wobei der Wahlvorgang den wohl größten Teil der Sitzung in Anspruch nahm

Dass Liebminger in ihre neue Funktion gewählt wird, war von vornherein klar: Da es nur einen Wahlvorschlag gab, reichte schon eine gültige Stimme für die Kür. Unsicherer war im Vorfeld, ob auch die für die Sitzung notwendige Anwesenheit von zwei Drittel der Gemeinderäte zustande kommen werde: 25 Gemeinderäte waren notwendig, 28 von den 37 Gemeinderäten waren schlussendlich gekommen.

Etwas überraschend die geringe Zahl von Gemeinderäten, die Liebminger schlussendlich wählten: Sie wurde nur von acht der 28 Gemeinderäten gewählt. Blumen von ihrer Stadtpartei, der Familie und Bezirks-FPÖ-Obmann und Bundesrat  Michael Bernard und Freiheitliche Jugend-Chef Lukas Umschaiden gab's trotzdem.