Stadt Mistelbach dankte Lebensrettern. Es waren dramatische Augenblicke, als am Stadtfestsonntag, kurz vor dem Festakt zur 15-jährigen Städtefreundschaft mit Pecel ein Mann am Hauptplatz zusammenbrach: Rasches Handeln beim medizinischen Notfall war gefordert. Und das Eingreifen von Elke Bader, Daniela Faulhuber-Pressl, Alexander Kosel und Gerhard Schuster rettete das Leben des Mannes. Jetzt dankte die Stadtgemeinde den beherzten Mitbürgern.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 12. September 2019 (13:53)

Der 72-jährige Festbesucher wurde am selben Tag ins Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf gebracht und durfte das Krankenhaus dank dem schnellen Eingreifen der Helfer mittlerweile wieder verlassen.

Es war der letzte Tag des Bezirkshauptstadtfests Mistelbach, als Elke Bader den Mann sah, der sich an einen Stand lehnte und kurz darauf zusammenbrach. Sie zögerte keinen Moment und begann sofort mit einer Herzdruckmassage, um das Leben des bereits nicht mehr ansprechbaren Mannes zu bewahren.

 „Ich war nicht nervös, nur fokussiert, und habe das angewandt, was uns im Erste-Hilfe-Kurs beigebracht wurde“, so Bader. Hinzu kamen Alexander Kosel von der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach, der umgehend einen Notfallrucksack vom Feuerwehrhaus holte und die Rettungsmaßnahmen abschirmte, Stadtfest-Co-Organisator Stadtrat Erich Stubenvoll, der zielstrebig zum Eingang des Rathauses lief, um den automatisierten Defibrillator, der dort erst vor kurzem installiert wurde, zum Ort des Notfalls zu bringen, Gerhard Schuster, der gemeinsam mit Elke Bader die Reanimation durchführte sowie Ärztin  Daniela Faulhuber-Pressl, die als anwesende Ärztin ebenfalls medizinische Hilfe leistete.

"Nur im Team ist man stark"

Bürgermeister  Alfred Pohl sprach beim Empfang der Retter im Rathaus seinen großen Dank für den unbedingten, selbstlosen Einsatz zur Rettung eines Mitbürgers aus und betonte vor allem den unentbehrlichen Stellenwert von Hilfsbereitschaft und Zivilcourage für jeden Einzelnen: „Wenn etwas passiert, nicht wegsehen oder bloß zusehen, sondern dabei sein und helfen. Wegzusehen ist das Falscheste, das man machen kann“, so der Bürgermeister mit Nachdruck. Gerhard Schuster nahm den Dank bescheiden entgegen und betonte die Wichtigkeit von Kooperation und Zusammenarbeit: „Nur im Team ist man stark! Danke an alle, die bei dieser Rettungsaktion geholfen haben!“

Im gleichen Sinne sprach auch Vizebürgermeister Christian Balon Dank und Anerkennung für das couragierte Verhalten der Retter aus und schlug das Einführen von kostenlosen Defibrillator-Kursen im Rahmen der Gesunden Gemeinden vor.