Ein Abschied mit Wehmut von Renate Knott. Roswitha Janka übernimmt den Vorsitz der Stadt-SPÖ von Renate Knott.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. Mai 2019 (04:03)
Ewald Schingerling/SPÖ
Führungswechsel bei der größten SPÖ-Ortspartei der Gemeinde: JohannKeminger, Spitzenkandidat Manfred Reiskopf, Neo-Vorsitzende Roswitha Janka, Ehrenvorsitzende Renate Knott, Bezirksvorsitzende NationalrätinMelanie Erasim, SPÖ-Clubdirektor und Bürgermeister Erich Trenker und Alt-Nationalrat Heinz Kuba.

Führungswechsel bei der Mistelbacher SPÖ: Renate Knott, die seit zehn Jahren an der Spitze der Stadtpartei gestanden war, übergibt an Roswitha Janka. Im Gegenzug bekam Knott die „Ehrenmedaille der SPÖ“ für Verdienste um die Sozialdemokratie. Außerdem wurde sie zur Ehrenvorsitzenden der Stadtpartei ernannt.

„Rund um die Ablöse war ich schon ein wenig wehmütig, aber jetzt geht´s mir gut“, gesteht Knott. Immerhin arbeitete sie seit Mitte der 1980er-Jahre für die Partei und gilt als profunde Kennerin aller relevanten Rechtsmaterien rund um die Arbeit der Gemeinde- und Stadtpartei.

Als Stadträtin wird sie bis zur Wahl für Mistelbach arbeiten: „Die Projekte, bei denen ich dabei war, will ich fertigmachen, das bin ich der Bevölkerung schuldig.“ Besonders die Aufbahrungshalle liegt ihr dabei am Herzen.

Nachfolgerin Roswitha Janka, sie gilt wie Knott als eine, die engagiert zupackt statt polemisch zu politisieren, hatte die Parteiführung eigentlich nicht in ihrer Lebensplanung vorgesehen: „Eigentlich wollte ich mich aus der Arbeit zurückziehen“, lacht sie, ließ sich dann aber von Weggefährten und ihrem Gatten überzeugen: Ihre Aufgabe wird, gemeinsam mit dem neuen Spitzenkandidaten der SPÖ Mistelbach, Manfred Reiskopf, die Schärfung des Profils der Partei hinsichtlich der Wahl 2020 sein. Außerdem wird sie eine/n Nachfolger/in aufbauen müssen: „Ewig werd´ ich das ja nicht machen“, sagt Janka.

Wie sich die Partei für die Gemeinderatswahl ausrichten wird, wird in einer Klausur im Juni erarbeitet, sagen Janka und Reiskopf. Da sollen auch die Wahllisten erstellt werden. Denn zumindest drei der acht SPÖ-Gemeinderäte hören auf (Inge Pelzelmayer, Martina Pollak und Renate Knott). War die SPÖ in den vergangenen Jahren zu zahm? „Wir haben vieles erreicht. Und wenn wir gegen etwas waren, haben wir das auch klar gesagt“, sagt Knott.