Großengersdorfer sammelten Rezepte zur Resteverwertung. Senioren aus Großengersdorf haben Rezepte für die Resteverwertung gesammelt. Als Menschen der Nachkriegsgeneration waren sie empört über Essen, das im Müll landet.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 20. Juli 2019 (04:35)
C. Szeker
Großengersdorfer Senioren verfassten ein Rezeptbuch mit Anleitungen, um Reste zu verwerten: Rudi Krenn, Christine Rath, Hedwig Rögner, Maria Auer, Raimund Marschall und Annemarie Siegl.

Der Grenadiermarsch ist ein typisches Rezept für die Resteverwertung. Einer jener Lebensmittelbaupläne, welchen die Großengersdorfer Senioren rund um Christine Rath in ihrem Kochbuch „Geheime Rezepte“ niedergeschrieben haben. Anlass war für sie die riesige Menge an Lebensmitteln, welche im Müll landen. Als Nachkriegsgeneration waren die Senioren empört.

Annemarie Siegl war sozusagen die Initiatorin des Projektes. Im Gespräch mit Maria Auer, entdeckte sie die zahlreichen Rezepte, welche es gibt, um übergebliebene Lebensmittel zu verwerten. Auer schrieb die Rezepte auf und Siegl fasste sie zu einem Buch zusammen. Rath organisierte dann den Grafiker.

Einige der Rezepte im Buch sind heute nicht mehr so üblich. So zum Beispiel die Brotsuppe. Auch das Leben in den Ortschaften war damals anders: „Früher wurde viel mehr selber angebaut“, sagt Siegl. Gelagert wurden die Lebensmittel im Milchkeller. Allerdings sei auch ein Trend zurück zum Gemüseanbau im Garten erkennbar.