Sieg für ÖVP, aber die Absolute ist futsch. Klarer Wahlsieg für die amtierende Bürgermeisterin Anna Steindl und ihre Volkspartei, die Absolute im Gemeinderat ist aber futsch: Die ÖVP holte sich bei der vorgezogenen Gemeinderatswahl Wolkersdorf 13 Mandate, zwei fehlen auf die Absolute.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 24. März 2019 (20:54)

Zweite wurde Das Team Wolkersdorf rund um Landes-ÖVP-Vize Kurt Hackl, eine von der Landespartei anerkannte ÖVP-Kandidatur, holte sich sieben Mandate. „Ein ausgezeichnetes Ergebnis für das erste Antreten“, sagen Kurt Hackl und Listen-Erster Dominik Litzka.

Dritte wurde die Bürgerliste MIT:uns, die gegenüber 2015 zwei Gemeinderatssitze einbüßte und vier Mandate holte.
Große Verlierer der Wahl sind die kleinen Parteien: Die SPÖ stürzte mit neuen Vorsitzenden Albert Bors nochmals ab und kommt auf zwei Mandate (-1), die FPÖ flog aus dem Gemeinderat raus (-1). Die NEOS und das Bürgerforum GEPP verpassten den Einzug.

Wie geht es jetzt weiter? Am Dienstag beginnen die Parteiengespräche, Anna Steindl stellt den Bürgermeisteranspruch, wiewohl sie es schwer haben wird, Koalitionspartner zu finden. Denn im Vorfeld hatten es geheißen: Alle gegen Steindl. Als Bürgermeisterkandidat einer Anti-Steindl-Koalition stellt sich Dominik Litzka (Team Wolkersdorf) zur Verfügung, er und MIT:uns wollen einen Wechsel in der Stadtpolitik – gemeint ist in erster Linie der Stil – herbeiführen. Anna Steindl soll dabei keine Rolle spielen, hört man aus den Parteien.
Eine derartige Regenbogenkoalition hätte die Mehrheit von drei Mandaten im Gemeinderat.

Das Wahlergebnis:

ÖVP 41,2 %
MIT:uns 14,1 %
WUI 9,2 %
SPÖ7,3 %
FPÖ: 2,7 %
TEAM 21,6 %
GEPP 1,5 %
NEOS 2,5 %

Mandatsverteilung; ÖVP 13 (15), MIT:usn 4 (6), WUI 3 (4), SPÖ 2 (3), Team Wolkersdorf 7 (0), FPÖ 0 (1) (In Klammer die Ergebnisse 2015)