Neuruppersdorfer Spezialist im Kampf gegen das Feuer in Frankreich

Erstellt am 16. August 2022 | 09:04
Lesezeit: 3 Min
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Ernst Rindhauser aus Neuruppersdorf ist bei den SID-Teams der Feuerwehr im Waldbrandgebiet bei Bordeaux im Einsatz.
Foto: Rindhauser
Ernst Rindhauser aus Neuruppersdorf ist mit den Waldbrand- Spezialisten der FF in der Region Bordeaux im Einsatz.

Ernst Rindhauser aus Neuruppersdorf ist als Teil des neu gegründeten SID-Teams bei der-80 köpfigen Einsatztruppe aus NÖ im Brandeinsatzgebiet in Frankreich. Weitere Mitglieder sind derzeit bei Bedarf auch im Landesführungsstab in Tulln eingesetzt.

Über die Europäische Union wurde in Mitgliedsländern Verstärkung zur Brandbekämpfung angefordert. Die Niederösterreicher haben Hostens in der Region Bordeaux, ein Weinbaugebiet im Westen des Landes als Ziel erhalten. Seit Wochen toben hier enorme Waldbrände mit einem derzeitigen Ausmaß von ca 6000 Hektar.

Abfahrt war am Donnerstag, den 11. August um 22 Uhr im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln. Der Konvoi über Deutschland nach Frankreich hatte eine 30-stündige Fahrt vor sich. Ein Teil der Mannschaft konnte auch mit dem Flugzeug nach Frankreich gebracht werden. Die Einsatzkräfte sind in Zelten untergebracht, jeder hat eine Liege und einen Schlafsack von der französischen Feuerwehr bekommen.

Duschen, WCs und eine Küche sind im Camp auch vorhanden. Das SID-Team, wo Ernst Rindhauser tätig ist, SID steht für Schnelles Informations- und Dokumentationsteam, hat die Aufgabe, gesicherte Informationen zu sammeln und diese der Einsatzleitung, dem Landesführungsstab sowie der Pressestelle des NÖ Landesfeuerwehrkommandos zur Verfügung zu stellen.

An Hand dieser Situationen können sich die Verantwortlichen ein genaueres Lagebild machen und entsprechende Entscheidungen treffen.

Hitzewelle und Sturmwarnung

Der Schutz von Siedlungen steht für die Waldbrandbekämpfer im Mittelpunkt ihrer Arbeit. „Immer wieder fachen Glutnester neu an und Bodenfeuer breiten sich aus“, berichtet Rindhauser aus dem Einsatzgebiet: Die Einsatzkräfte gehen dagegen mit Bodenwerkzeug vor, indem sie Schneisen ziehen und den Boden oberflächlich umgraben. Eine schwierige Arbeit bei Temperaturen von über 30 Grad.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es noch Sturmwarnung mit Winden mit bis zu 70 km/h, daher wurde der Einsatzbefehl auf unbedingtes Schützen von Siedlungen angepasst. Mannschaft und Fahrzeuge stehen auf verschiedene Orte verteilt in Bereitschaft, um bei einem Brandausbruch nach einem Blitzschlag sofort reagieren zu können. Auch für erfahrene Feuerwehreinsatzkräfte und Waldbrandspezialisten ist dieser Einsatz keine einfache Sache.