FP fordert Heer an Grenze

Erstellt am 28. Juli 2015 | 09:10
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Foto: NOEN, www.BilderBox.com
Während sich in Wolkersdorf ein Verein zur raschen Hilfe für Asylwerber gegründet und seine Arbeit aufgenommen hat, sieht FPÖ wachsende Angst vor den Asylanten.

Vergangenen Montag traf sich die Flüchtlingshilfe Wolkersdorf zu ihrer ersten Sitzung: Mehr als 30 Personen kamen und wollten rasch helfen. Warum war die rasche Gründung des Vereines notwendig? „Um proaktiv zu helfen und die Rahmenbedingungen noch mitzugestalten, bevor Land und Bund vorschreiben, was zu tun ist“, sagt WUI-Chef Christian Schrefel: „Die Hilfsbereitschaft und der Wille zu helfen sind in der Bevölkerung vorhanden!“

Flüchtlingshilfe mit Facebook-Seite 

Wenn die Grünen eine Flüchtlingshilfe initiieren: Kommen da nur Grün-Gläubige? Nicht ganz. „Es war gut gemischt“, sagt Schrefel: Menschen der WUI, der Bürgerliste MIT:uns, ÖVP-Gemeinde- und Stadträte waren neben vielen engagierten Wolkersdorfern und Menschen aus den Nachbargemeinden dort. „Und Menschen, die schon seit 2008 Flüchtlinge privat in Wolkersdorf beherbergen, haben uns von ihren Erfahrungen berichtet“, sagt Schrefel.

Treffen will sich die Flüchtlingshilfe bei Bedarf bzw. alle zwei Wochen. Infos gibt’s auf der Facebook-Seite der Flüchtlingshilfe. „Positiv überrascht hat uns die hohe Betroffenheit und die Bereitschaft zu helfen“, sagt Schrefel.

„Wir fordern ein Ende des Asylchaos!“, gehen die Freiheitlichen andere Wege: „Wir müssen unsere Grenzen bewachen, damit nicht irgendwelche Flüchtlinge über die Grenzen kommen, die dann irgendwo unkontrolliert herumsitzen!“

Bundesheer soll die Grenzen bewachen 

Das Bundesheer solle wieder die Staatsgrenze überwachen. Es gebe schon entsprechende Verunsicherung im Bezirk, glaubt Bezirksobmann Michael Bernard. Dass Flüchtlingsfamilien aufgenommen werden, können sich die Freiheitlichen noch vorstellen, aber keine einzelnen Männer - Verachtung dafür, dass sie ihre Familien zurückgelassen haben, schwingt da in der freiheitlichen Einstellung mit.

Wie viele Flüchtlinge gibt es im 74.400-Einwohner-Bezirk Mistelbach eigentlich? „Es gibt keine offiziellen Zahlen. Nach Rückmeldungen meiner Gemeinderäte sollen es um die 250 sein“, sagt Bernard. Rechnerisch gibt das einen Flüchtlingsanteil von 0,3 Prozent. Bernard glaubt trotzdem, dass es in dieser Thematik im Bezirk bereits brodele.

Web-Tipps:

www.facebook.com/ fluechtlingshilfeWolkersdorf

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